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97 (Mai 2016)

31 Mai

Hastig in die Tastatur gehobelter Seriencheck, weil ich bis zur Fußball-Europameisterschaft die wichtigsten Shows abgedeckt haben möchte, Teil 1:

THE PATH (SEASON 1)

Eddie (Aaron Paul, „Breaking Bad“) und Sarah Lane (Michelle Monaghan, „True Detective“) leben in einer Sekte, pardon, einer Bewegung namens „The Meyerist Movement“, in der sich vieles um erklommene Leitern, Licht, Liebe, Gemeinschaft, eine geheimnisvolle Stätte in Peru und Weltuntergang dreht. Quasi eine fröhliche Mischung aus Hippie-Kommune, Scientology und R’hllor. Sarah hat bereits eine gehobene Stellung in der Gemeinschaft inne, Eddie kraxelt noch die Leiter der Erleuchtung hoch und kann so manchen leisen Zweifel nicht beiseite legen. Was dem aktuellen Chefideologen Cal (Hugh Dancy, „Hannibal“) so gar nicht gefallen mag…

Schön, wieder Aaron Paul und Hugh Dancy in tragenden Rollen zu sehen. „The Path“ lockt ähnlich wie „The Leftovers“ damit, den Zuschauer in eine fremde Welt zu werfen und die kleinen Besonderheiten und Seltsamkeiten nach und nach zu enthüllen. Das gelingt der Show in den ersten Episoden auch richtig gut, denn spätestens in den letzten Sekunden gibt es immer etwas Dramatisches zu bestaunen. Was sodann wiederum in der allgemeinen Erkenntnis mündet: Hier ist gewaltig was faul im Staate Eden. Ich bin die insgesamt 10 Episoden noch nicht durch, mit Folge vier allerdings gingen für mich ein wenig die Highlights aus und als Zuschauer bleiben dann zunächst mal nur das eindrückliche Schauspiel von Mr. Dancy und der Blick in den Alltag der Bewegung. Ich hoffe, dass hier noch ein dicker Knaller gezündet wird. Aktuell gebe ich nach sechs Folgen auf meiner Leiter der glückseligmachenden TV-Serien 4,83 von 6 möglichen Sprossen, die Tendenz geht hoffentlich aufwärts, sonst geht vorzeitig das Licht aus.

DURCHSCHNITTSWERTUNG NACH 6 EPISODEN: 4,83 PUNKTE (befriedigend)

CROWDED (SEASON 1)

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Mike und Martina Moore freuen sich auf trautes und entspanntes Zusammensein, weil sie die beiden erwachsenen Töchter Shea und Stella aus dem Haus geschafft haben. Doch das Glück währt nicht lange, denn schwupps, sind die beiden Damen draußen in der weiten Welt gescheitert und überfüllen das kuschelige Heim erneut.

Ist mittlerweile nach einer durchgelaufenen Staffel abgesetzt worden, weshalb ich mich kurz fassen kann: Hat mir als traditionelle Familiencomedy durchaus Spaß gemacht und lag sogar über dem Schnitt diverser Shows, die ich im Laufe dieser Saison ein wenig mitgeschleppt habe. Vor allem Patrick Warburton als Daddy mit seiner Mischung aus Gegrummele und Verzweiflung wusste mir durchgehend zu gefallen. Auch der unverwüstliche Stacy Keach als der harte Schale, weicher Kern-Opa der alten Schule brachte der Show einige sehr unterhaltsame Momente ein. Konstant zwischen 5,0 und 4,5 liegend, einmal sogar eine 5,5 einheimsend, hat man gegen Ende allerdings zwei wirklich schwache Geschichten in die Wertung eingeführt, was dem Abschlusswert nicht gerade förderlich war. Mr. Warburton, kommen Sie bald wieder, kann ich da nur sagen.

GESAMTWERTUNG: 4,63 PUNKTE (befriedigend) 

GOTHAM (SEASON 2)

Aaargh, über Gotham habe ich mich dann doch wieder aufregen müssen! Ich hatte es ja schon zuletzt angedeutet: Die Show kann richtig tolle Folgen produzieren, nur um kurz darauf sich ein stinkendes faules Ei ins Nest zu legen. Weil den Drehbuchautoren halt plötzlich Ernsthaftigkeit und Logik schnurz sind und sie Zufälle zum An-den-Kopf-klatschen einbringen, gerne gepaart mit trashigem Humor, Effekten und Ideen. Ja, die Batman-Vorlage ist halt ein Comic, ein bisserl Pulp und Trash kann man auch reinbringen, aber es stört mich einfach, weil man damit die prima gelungenen Episoden entwertet. Entweder konstant auf der inkohärenten, aber spaßigen Linie fahren oder durchgehend das Niveau hochhalten und mit vielleicht ein paar Humoreinsprengseln garnieren.

Die zweite Staffel fand ich in weiten Teilen viel besser als ihre Vorgängerin, ich erwähne da gerne nochmal die Truppe um Theo Galavan inklusive dem Joker. Das Finale allerdings wurde meiner Meinung nach mit Karacho in den Boden gerammt. Nicht nur, dass man die für mich nervigste Figur wiederbeleben muss (und dann nicht direkt zur allgemeinen Erleichterung die nächste Folge sterben lässt), die große Frage nach den Mördern von Bruce Waynes Eltern wird einfach eine Stufe höher geschoben und der Ausblick auf die dritte Season versaut.  Mein erster Gedanke nach Ende der Folge und bei Erscheinen des Gotham-Schriftzugs war folgender: „Ich weiß nicht, ob ich mir das noch weiter ansehen soll“. Reife Leistung, meine Damen und Herren! Wertungsmäßig schneidet „Gotham“ diesmal wegen diverser groben Schnitzer exakt gleich ab, die Hochrundung lasse ich diesmal aber stecken. Irgendwie passt es allerdings schon zu dieser Serie voller Höhen und Tiefen, dass sie sich zum Schluss nach unten katapultiert.

GESAMTWERTUNG: 4,95 PUNKTE (befriedigend)

THE ODD COUPLE (SEASON 2)

Felix Unger und Oscar Madison anno 2015 sind wieder da. Und wer erwartet hat, dass sich im Vergleich zur ersten Staffel etwas tun würde, dem kann ich jetzt schon die Hoffnung daran mit dem Putztuch von der Platte feudeln. Alle meine Kritikpunkte sind weiterhin vorhanden: altbackene Comedy, biedere Geschichten, Matthew Perry stinkt gewaltig ab im Vergleich zu Thomas Lennon, ans Original kommt nichts ran. Ich habe nur deshalb 9 der insgesamt 13 Folgen gesehen, weil a) mein Bruder sie unbedingt sehen wollte und b) NBC das Ganze als Doppelfolgen rausgeschossen hat. Weshalb eine dritte Season schon bestellt ist, mag sich mir nicht erschließen. Vielleicht gucken die Amis es ähnlich wie mein Bruder mit einer „War-doch-gar-nicht-sooo-schlecht“-Attitüde weg.

DURCHSCHNITTSWERTUNG NACH 9 EPISODEN: 4,07 PUNKTE (durchschnittlich -)
Sichtung abgesetzt

GRANDFATHERED (SEASON 1)

Das habe ich tapfer bis zum Schluss durchgehalten und bin nicht belohnt worden. Die Show lebte meiner Meinung nach von Opa Jimmy John Stamos und der goldigen Enkeltochter Edie, der Rest war okay (Paget Brewster) bis unnötig (Josh Peck) bzw. nervig (Christina Milian). Bei einer Autorensitzung muss dann jemand auf die glorreiche Idee gekommen sein, diesen Fokus zugunsten der Nebendarsteller zu verschieben. Keine gute Idee. Gar keine gute Idee. Vor allem die letzten Episoden waren ein einziger Krampf, das Finale konnte ich nur mit Mühe durchhalten. Angesichts dessen zu Recht nicht vom Sender verlängert worden.

GESAMTWERTUNG: 4,23 PUNKTE (durchschnittlich)

THE SIMPSONS (SEASON 27)

Alle Jahre wieder als Service die guten Episoden der mittlerweilen 27. Staffel:

S27E05 Treehouse Of Horror XXVI – 5,5 Punkte (sehr gut)

Das war’s. Kein Witz. Der Rest schwankt zwischen maximal „nett“ bis hinunter zu „würde ich nicht nochmal sehen wollen“. Gute Folgen, mit 5,0 Punkten bewertet? Fehlanzeige. Ein Trauerspiel. Bitte in den Kommentaren keine Frage, weshalb ich das weiterhin gucke.

GESAMTWERTUNG: 4,07 PUNKTE (durchschnittlich -)

THE LAST MAN ON EARTH (SEASON 2)

thelastmanonearths2

Ich habe ja schon ausgeführt, dass sich die Show und vor allem Hauptdarsteller Will Forte von der sympathischen Loser-Story hin ins nervig-pubertär-Humorige gekehrt haben. Man könnte auch sagen: Sorry, das ist mir einfach zu blöd geworden. Witzigerweise habe ich bei den Serienjunkies das komplette Gegenteil gelesen und war aufs Baffste erstaunt. Die Show, bei der dreißig Jahre in einem Glas konservierte Fürze freigelassen werden, hat sich also vom Humor her positiv entwickelt? Da ziehe ich mich aber ganz flott auf meine „Ich bleibe bei meiner Darstellung“-Insel zurück und schmolle kurz mal störrisch vor mich hin.

Summa summarum: Nach einem richtig guten Einstieg (daher die noch relativ hohe Gesamtwertung) ging es ab Folge 8 immer mehr den Bach runter, vor allem Phil hätte ich zwischendurch gerne mal eine gewatscht, so sehr ging mir der Charakter auf die Nerven. Weshalb ich dennoch bis zum Schluss durchgehalten und nicht konsequent auf den Absetz-Knopf gedrückt habe? January Jones. Hach.

GESAMTWERTUNG: 4,60 PUNKTE (befriedigend)   

FRESH OFF THE BOAT (SEASON 2)

Kurzfassung:

Show befriedigend bis gut, wenn Constance Wu einen ihrer großen Auftritte als mürrische Mutter Jessica hat.

Show durchschnittlich, wenn nicht.

Show insgesamt zu oft durchschnittlich.

GESAMTWERTUNG: 4,33 PUNKTE (durchschnittlich)

THE MIDDLE (SEASON 7)

Ich hänge halt irgendwie an den Hecks. Obwohl es dieses Jahr nicht einmal mehr für eine „Gut“-Wertung gelangt hat. Macht am Ende ein nur minimal bessere Wertung als „The Simpsons“, wobei die Zahl der unterdurchschnittlichen Episoden bei „The Middle“ deutlich geringer ist. Klarer Fall von „Man bräuchte nicht, aber man guckt’s halt weg“. Wohl auch nächstes Jahr, denn Staffel 8 ist gesichert.

GESAMTWERTUNG: 4,10 PUNKTE (durchschnittlich)

MODERN FAMILY (SEASON 7)

Nenne ich mittlerweile liebevoll „Die Bröckel-Comedy“, denn zum Abschluss jeder Staffel fällt meine Gesamtwertung ein bisschen schlechter aus. Aktueller Stand: ziemlich in der Mitte zwischen „gut“ und „befriedigend“. Die Glanzzeiten sind vorbei, vor allem fast jede Szene mit den aus dem Teenageralter entwachsenen Kindern Haley, Luke und Alex gibt es mir nicht mehr, Ed O’Neill, Ty Burrell und Eric Stonestreet hingegen reißen es ab und an noch raus.

GESAMTWERTUNG: 4,73 PUNKTE (befriedigend)

THE GOLDBERGS (SEASON 3)

Bei den Goldbergs hingegen heißt es stabil, verlässlich, witzig. Auch in der dritten Season sehe ich keine Verschleißerscheinungen, auch wenn Hauptdarsteller Sean Giambrone während der Sommerpause durch den Stimmbruch musste – worüber prompt in der Show gewitzelt wurde. Für 80er-Jahre-Fans weiterhin ein Quell der Freude und sollten irgendwann mal die Themen des Jahrzehnts ausgehen, kann man sich von mir gerne der 90er bedienen. Der Cast wird mit Sicherheit auch dann funktionieren und prima Unterhaltung abliefern.

GESAMTWERTUNG: 5,29 PUNKTE (gut) 

BLACK-ISH (SEASON 2) 



Sie haben sich in mein Herz gespielt, die Mitglieder der Familie Johnson. Der herzige Ausruf „Black Jesus!“ der schwergläubigen Großmama Ruby ist in meinen Sprachschatz übergegangen, Dre und Rainbow sind ein herrliches Ehepaar, die Kinder (vor allem Marsai Martin) überraschen mit manchem Gag, Opa Laurence „Pops“ Fishburne ist eh eine Klasse für sich. Manches Mal verhebt man sich jedoch an schweren Themen, die die black community umtreibt, aber als Aufarbeitung in einer Comedy meiner Meinung nicht taugen, wie etwa in der Folge um Polizeigewalt gegen Schwarze. „Black-ish“ kann insgesamt im Vergleich zur ersten Staffel nochmals zulegen und punktgenau bei 5 Punkten landen. Weiter so.

GESAMTWERTUNG: 5,00 PUNKTE (gut)

Demnächst:

Preacher

Veep

Silicon Valley

Game Of Thrones

House Of Cards

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95 (März 2016)

17 Mrz

Jetzt endlich wie angekündigt der kurze Blick auf die Shows, über die in den letzten Monaten hier drinnen nicht groß berichtet worden ist. Was hält sich? Was läuft richtig gut? Was fällt langsam? Was ist gar schon gestrichen? Wertungen lasse ich außen vor, da bei den meisten Serien eh bald die Abschlussnote ansteht. Zum Beginn allerdings noch ein durchweg empfehlenswerter Neustart (eigentlich wollte ich auch noch House of Cards Season 4 unterbringen, aber da bin nicht weiter als die erste Folge gekommen):

11.22.63 (SEASON 1)

221163

Der Englisch-Lehrer Jake Epping (James Franco) entdeckt nach einem kumpelhaften Hinweis von seinem örtlichen Speiselokalbetreiber ein Zeitportal, welches direkt in das Jahr 1960 führt. Dieser hatte bereits mehrfach versucht, von dort aus die Ermordung von John F. Kennedy zu verhindern. Eine Aufgabe, die er nun an Epping weitergibt. Achtteilige Mini-Serie nach einem Buch von Stephen King, produziert von J.J. Abrams.

Nun bin ich ja nicht der ganz große JFK-Verschwörungsaufdeckungsonkel, aber mit Zeitreisen kriegt man mich fast immer. Wobei „11.22.63“ mehr geschichtliches Drama mit Hintergrundrecherche zum Attentat ist, denn den berüchtigten Schmetterlingseffekt hat man durch einen erzählerischen Kniff mehr oder minder aus der Serie herausgehalten. Daran mag sich manch einer stören, mir persönlich haben die ersten fünf Episoden allerdings so gut gefallen, dass ich mich an diesem Umstand nicht groß aufhänge. Zum einen freut es mich, Franco mal wieder in einer ernsteren Rolle zu sehen als in seinen letzten Kifferkomödien im Dunstkreis von Seth Rogen. Darüber hinaus erzählt „11.22.63“ auf spannende Art und Weise die geschichtlichen Ereignisse um den Todesschützen Lee Harvey Oswald, die 60er-Jahre werden hochwertig und akkurat präsentiert, ein paar witzige Anspielungen eingebaut und unser Held in eine zu Herzen gehende Romanze mit der Bibliothekarin Sadie (Sarah Gadon) geschickt. Insgesamt eine empfehlenswerte Show, durch deren bisherige Folgen ich mich schneller durchgesehen hatte als jene von „Vinyl“ oder „Better Call Saul“.

DURCHSCHNITTSWERTUNG NACH FÜNF EPISODEN: 5,30 PUNKTE (gut)

Black-ish (Season 2)

Immer wieder für tolle Episoden gut, vor allem dank den Ehe-Kabbeleien zwischen Dre und Rainbow, der zynischen Ader der kleinen Diane, dem grummeligen Opa und der Black-Jesus-anrufenden Oma. Läuft stabil Richtung „gut“, allerdings hat man sich bei der Folge „Hope“, bei der man Polizeibrutalität gegenüber Schwarzen in einem Comedyrahmen thematisieren wollte, meiner Meinung nach schwer übernommen.

Brooklyn Nine-Nine (Season 3)

Liegt ganz klar auf Kurs im Rennen um die Krone zur besten Comedy des Jahres. Diesmal ohne Ausfälle (letztes Jahr fand ich ja die Episoden mit Eva Longoria ein bisserl spaßlos), mit dem wohl besten Ensemble, in dem wirklich alle Figuren eine Folge tragen können und mit der Auszeichnung einer 6,0-Episode. Was für eine Comedy bei mir schwer zu erreichen ist.

Dr. Ken (Season 1)

Kommt über den Mitläuferstatus leider nicht hinaus. Die Gründe, weshalb ich es dennoch weitergucke? Ich mag Ken Jeong, Dave Foley als schmieriger Krankenhaus-Chef ist ebenfalls gerne für die ein oder andere Peinlichkeit gut, es ist die einzige Serie, die am Wochenende auf meinem Guckplan läuft und sie enttäuscht eigentlich nie, erreicht allerdings auch keine 5er-Bewertungen.

Fresh Off The Boat (Season 2)

Die Show mit dem unstrittig grässlichsten Theme-Song, immerhin ist er wenigstens kurz. Ansonsten kann ich fast auf die Ausführungen obendrüber bei Dr. Ken verweisen. Lieblingsfigur bei weitem: Die resolute Ehegattin Jessica (Constance Wu), deren Disziplin und Mürrischkeit so manche Episode veredelt hat.


Gotham (Season 2)

Da hatte ich ja schon zur ersten Staffelhälfte was geschrieben, weshalb ich mich jetzt auf die ersten beiden Episoden nach der Winterpause beschränken kann. Die Tendenz geht weiter Richtung „gut“, auch wenn es immer wieder Kleinigkeiten wie mäßig spektakuläre Spezialeffekte oder Logikfehler gibt, die es eben doch verhindern, dass „Gotham“ zu den ganz großen Shows aufschließen kann. Mit der Verbrechertruppe um Theo Galavan hat man einen ziemlich hohen Qualitätsmaßstab angelegt, an den es nun heranzukommen gilt. Weiterhin sehr bemerkenswert und für mich einer der Gründe fürs Weitergucken: Robin Lord Taylor in seiner Rolle als „Penguin“.

Grandfathered (Season 1)

Hat es anders als „The Grinder“ geschafft, weiter in meinem persönlichen Programm zu laufen. Vanessa, die Mutter der kleinen goldigen Edie finde ich immer noch komplett unsympathisch, Sohn Gerald ist ebenfalls komödiantisch höchst vernachlässigbar, aber die alte Riege um John Stamos und Paget Brewster reißt es halt immer wieder ins „Okay“.


Lego Star Wars: The Resistance Rises (Season 1)

„Star Wars: Droid Tales“ hat mir schon richtig viel augenzwinkernden Spaß bereitet, nun steht mit „The Resistance“ die VerLEGOisierung des neuesten Sternenkrieg-Filmes an. Bisher lief nur eine Folge und die war in Ordnung, hat also noch Luft nach oben.

Life In Pieces (Season 1)

Dürfte diese Saison den Titel „Beste neue Comedy“ für sich entscheiden, wenn ich jetzt nicht etwas Entscheidendes übersehen habe. Die Wertungskurve verläuft stabil im 5-Punkte-Bereich, die Charaktere sind allesamt sympathisch, die Geschichten konzeptbedingt kurz und knackig. Colin Hanks und Dan Bakkedahl treten meiner Meinung nach in die Fußstapfen von Ty Burrell in seiner Paraderolle als Phil Dunphy.

Modern Family (Season 7)

Wie auch schon die letzten Staffeln mit einigen Durchhängern, aber eben auch besser gelungenen Folgen. Was fehlt, sind die qualitätiven Höhenflüge, zu der die Show in den ersten Seasons in beeindruckender Manier durchgehend ansetzen konnte. Aus meiner Sicht sind gerade die Geschichten, in denen es um die Liebesbeziehung der Dunphy-Töchter geht, am schwächsten. In dem Zusammenhang kann ich mich an keine Episode erinnern, in der Andy mitspielte und die ich richtig gut fand.

The Big Bang Theory (Season 9)

Es ist vorbei. Ich bin befreit. Ich weiß, dass ich nichts mehr verpassen werde.

Bis zur Star Wars 7-Folge blieb ich dran und selbst die konnte nicht meine Gunst finden. Punktemäßig krebste die Staffel erneut unterhalb der 4,0-Marke herum, Gaststars brachten kaum einen Humorschub, der Nerdfaktor ist schon lange untergegangen bzw. wird künstlich aufrechterhalten. Insgesamt keine Verbesserung zur eh schon bräsigen 8. Season und insofern eine schlicht durchschnittliche Couple-Comedy, deren anhaltender Erfolg mir immer rätselhafter erscheint. Sheldon ist noch der einzige Grund, weshalb man reinschauen sollte, aber so gut wie früher wird der auch nicht mehr angesichts der Autoren, die wohl genau wissen, dass sich die Fans mit immer weniger genauso zufrieden geben.

DURCHSCHNITTSWERTUNG NACH ELF EPISODEN: 3,86 Punkte (unterdurchschnittlich)

The Goldbergs (Season 3)

Härtester Konkurrent für „Brooklyn Nine-Nine“, was den ersten Platz im Bereich Comedy angeht. Auch in der dritten Staffel funktioniert die Mischung aus 80er-Nostalgie und gut aufgelegtem Cast ohne Ausrutscher. Eigentlich müssten die großen Themen des Jahrzehnts bald alle durch sein, aber die Goldbergs finden halt immer wieder etwas, das sie liebevoll und mit Witz behandeln können. Wenn dann eine Folge wie „Wingmom“ herauskommt, in der Mutter Goldberg ihren von Top Gun inspirierten ältesten Sohn zur Militärübung begleitet, kann ich nur auf viele weitere Ausgaben hoffen.

The Grinder (Season 1)

Die 4,5 ist eine wichtige Zahl in meinen kleinen Wertungsuniversum. Fällt eine Show im Schnit unter diese Marke und hat zudem keine Tradition, aus der man heraus sie weiterhin schaut, wird es eng. So hat es „The Grinder“ erwischt, der in den letzten Wochen eigentlich nur noch glatte Durchschnittsware anbieten konnte. Letztlich war es eben doch nur Rob Lowe, der die Serie zu tragen imstande war. Dessen Figur entpuppte sich im Verlauf jedoch als viel zu eindimensional: Ja, er kann sich von seiner TV-Persönlichkeit nicht trennen, wir haben es verstanden. Jenseits dessen bot die Show schlicht zu wenig und mein Interesse an weiteren „Er ist der Grinder *dramatische Musik*“-Ausführungen fiel gegen Null.

DURCHSCHNITTSWERTUNG NACH FÜNFZEHN EPISODEN: 4,41 Punkte (durchschnittlich)


The Last Man On Earth (Season 2)

Überraschung! Die zweite Staffel von „The Last Man On Earth“ ist noch gar nicht zu Ende. Nach knapp dreimonatiger Pause schiebt FOX zwei weitere Folgen nach, im April geht es dann weiter bis tief in den Mai hinein. An meinen Kritikpunkten ändert das freilich wenig, Phil Tandy Miller ging mir in letzter Zeit so schwer auf den Geist, dass ich den Wiederauftakt, der sich nur um Millers Bruder und dessen Bekanntschaft drehte, richtiggehend erfrischend fand. Die aktuell letzte Folge war okay, aber die Show muss wirklich an sich arbeiten, wenn sie wieder den Spaßlevel erreichen will, den sie in der ersten Staffel anbieten konnte.

The Middle (Season 7)

Da gestehe ich, dass ich die Show eher aus Gewohnheit denn aus Begeisterung weiterverfolge. Die Hecks gehören halt mittlerweile zum Serieninventar, die Glanzzeiten liegen schon gute drei bis vier Staffeln zurück, es guckt sich halt fast von selbst weg. Die guten Storys sind eben auserzählt und aufregend Neues fällt den Autoren nicht mehr ein. Trotzdem gibt es immer wieder die Verlängerung. Senderchefs sind wohl auch Gewohnheitstiere.

The Muppets (Season 1)

Ich hatte mir nach der Pause einen frischfrechen Neustart erhofft, schließlich hatte man doch einen neuen Showrunner verpflichtet. Weg mit Bob Kushell („Anger Management“, „3rd Rock from the Sun“), her mit Kristin Newman („Galavant“, „Chuck“, „That 70’s Show“). Wird jetzt mehr gesungen? Wird was aus den Gaststarauftritten gemacht? Sind die unlustigen Viecher wie de Ratten Yolanda und Rizzo oder die Riesengarnele Pepe weg? Nein. Leider ist gar nix besser geworden. Alles weiterhin die dünne Gagsuppe. Sehr sehr schade, aber die Muppets sind in dieser Form für mich absolut belanglos geworden. Die Folge: von mir frühzeitig abgesetzt.

DURCHSCHNITTSWERTUNG NACH VIERZEHN EPISODEN: 4,14 Punkte (durchschnittlich)

The Simpsons (Season 27)

Könnte ich mir auch von Jahr zu Jahr mehr sparen. Aber ich hoffe auf die kleinen Überraschungen, wenn die Simpsons sich nochmal am eigenen Schopf aus dem Sumpf des erzählerischen Trotts ziehen. Nochmal richtig frech werden, aktuelle Ereignisse durch den Kakao ziehen, der Gesellschaft den Spiegel vorhalten. Meinem Gefühl nach werden es immer weniger Folgen, die diesem Anspruch auch nur ansatzweise gerecht werden. Stattdessen produziert man eben doch nur die x-te „Lisa will was werden“, „Bart ist verliebt“ und „Homer und Marge haben Ehekrach“-Episode.

The Walking Dead (Season 6)

Wer bis jetzt drangeblieben ist, den erwartet eine positive Überraschung. Denn „The Walking Dead“ ist seit der Rückrunde der sechsten Staffel in beachtenswerter Form. Der Höchstwertung direkt zu Beginn folgten spannende, intensive Episoden, in der nicht so sehr das Zombie-Szenario (aus dem man in 6x01ff. nochmal das Beste herausgeholt hat) im Vordergrund stehen, sondern der Konflikt mit anderen Überlebenden, der existenzielle Fragen aufwirft wie jene, was die Apokalypse aus Rick und seiner Gruppe gemacht hat. Eine mehr als angenehme Überraschung und eine Richtung, die meiner Meinung die Stärken der Serie am besten hervorbringt. Gerne weiter so.


92 (Januar 2016)

6 Jan

Neues Jahr, neuer Seriencheck.
Für diese megatolle, einfallsreiche Einleitung habe ich extra bis Januar gewartet.
Und darf nun die Abschlusswertungen für zum Teil schon lange beendete Serienstaffeln nachreichen.

Ich finde, das hat sich gelohnt.

HOMELAND (SEASON 5)

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Berlin, Berlin, wir terror’n nach Berlin.

Carrie Mathison hat es in unsere schöne Bundeshauptstadt als Sicherheitsberaterin einer gemeinnützigen Organisation verschlagen. Zusätzlich werden der CIA brisant wichtige Geheiminformationen aus den Datenbanken gehackt, die in den Händen einer Whistleblowerin landen. Wie etwa, dass die USA alles und jeden ausspionieren, was nicht bei drei einen amerikanischen Pass vorlegen kann. Und natürlich liegt ein Anschlag von islamistischen Terroristen im Busch. Edward Snowden, IS, Spionage, Geheimdienste, Überwachung, Datensammlung, Hacker – alles drin. Wahrscheinlich mache ich mich mit dem Schreiben dieser Zeilen selbst schon verdächtig.

[My dear friends at the NSA, this is just a short summary of the fifth season of „Homeland“. The tv show featuring Carrie, Saul, Peter Quinn, y’know? Stay cool.]

Natürlich gibt es schon mal dicke Pluspunkte für das Lokalkolorit. Wenn Carrie sich deutsche Begriffe aus dem Mund presst, diverse deutsche Schauspieler in ihrer Sprache parlieren, einiges an Action am Berliner Hauptbahnhof abgeht, die bösen Jungs in irgendeinem Problemviertel-Sozialbau schlimme Pläne schmieden oder die Geheimdienstchefs sich in heimeligen Promenade-Cafés vom stressigen Alltag koffeinieren lassen.

Andererseits erkenne ich stellenweise mein eigenes Land nicht mehr! Großdemonstrationen in Berlin, weil herauskommt, dass die Amis die Deutschen ausspionieren? Der BND fordert einen Kopf der CIA wegen dieses Affronts? Unser Geheimdienst kennt sich sogar mit Computern aus und arbeitet effizient und kompetent? Der Russe fürchtet, der Ami respektiert uns? Kein Generalbundesanwalt kündigt, beseelt von deutschem Recht und deutscher Ordnung, ausführliche Ermittlungsmaßnahmen gegen die NASA an?

Es sind diese Ungereimtheiten, die mich ein wenig peinlich berührt zurücklassen und aus der Welt von „Homeland“ herauskatapultieren. Aber auch sonst lief die fünfte Staffel mit fortschreitender Dauer erschreckend höhepunktarm an mir vorüber. Man kennt es halt langsam, das Terror- und Terrorabwehrgeschäft. Jack Bauer kann ein Lied davon singen. Darüber hinaus erweist sich die finale Folge der Staffel – wie schon das Ende von Season 4 – als eher unterwältigend. Was die Show allerdings immer noch hervorhebt, sind die schauspielerischen Leistungen der Hauptdarsteller, wobei ich nie müde werden kann, dem alten Brummelbart Saul zuzusehen. Bis dato aus meiner Sicht leider die schwächste Staffel.

GESAMTWERTUNG: 4,67 Punkte (befriedigend)

THE MAN IN THE HIGH CASTLE (SEASON 1)

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Unschöne Geschichte: Nicht die Allierten, sondern die Achsenmächte haben den Zweiten Weltkrieg gewonnen. Hitler-Deutschland wirft 1947 die erste Atombombe ab, die USA kapitulieren, deren Westküste wird der Verwaltung der Japaner unterstellt, im weitaus größten Teil herrschen und gleichschalten die Nazi-Schergen, dazwischen eine neutrale Zone als Machtpuffer. Im alternativen Jahr 1962 verfolgen wir die Aktionen zweier Widerständler und eines ranghohen US-Nazis bei ihrer Jagd auf geheimnisvolle Filmrollen, welche alles verändern könnten.

Die Show lebt ohne Zweifel von ihrem erschreckenden Szenario, das in der Tat ja so hätte Geschichte werden können. Dieser „Man-mag-gar-nicht-dran-denken“-Effekt, das schaurige Weiterspinnen der Folgen eines deutschen Endsiegs und die Faszination des triumphierenden Bösen zieht sich durch die ganze Staffel und vermochte mich als Zuschauer bei der Stange zu halten. Dazu noch ein bisschen Mystery und fertig ist eine durchaus sehenswerte Mischung, die uns amazon hier als Eigenproduktion vorsetzt.

In den zehn, je knapp einstündigen Episoden passiert mir manchmal zu wenig, geht die Story zu schleppend voran, konzentriert man sich zu sehr auf die Charaktere, als dass ich zu den ganz hohen Bewertungen greifen konnte. Ausgeglichen wird dieser kleine Mangel durch die von amazon angebotene, zuschaltbare Informationssammlung, die Alternativwelt, Figuren und Settings näher beleuchtet. Ein sehr feines Feature, für das ich zusätzlich einen Zehntelpunkt auf die Wertung drauflege. Insgesamt gute Unterhaltung für Zuschauer, die sich auf diese geschichtsalternative Welt einlassen wollen. Eine zweite Staffel ist bereits gesichert und ich bin gespannt, ob diese die Faszination weiter aufrechterhalten kann.

GESAMTWERTUNG: 5,15 Punkte (gut)

FARGO (SEASON 2)

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Wer meinen letzten Seriencheck gelesen hat, dem stellt sich nur eine Frage: Warum nicht die Höchstwertung? Fargo ist auch in der zweiten Staffel Unterhaltung von formidabler Qualität: Darsteller, Dialoge, Humor, Charaktere, Schrägheit, Action, Drama – alles vom Feinsten und ich würde demütig auf die Knie fallen und so dahinrobbend meine GEZ-Gebühren persönlich zur Einzugsstelle nach Köln tragen, wenn sowas für das deutsche Fernsehen produziert werden würde. Statt bemüht biedere Nachahmerei von „Breaking Bad“ oder Krimi-Action-Sülze eines von sich selbst aufgegeilten Gelegenheitsschauspielers.

Aber zum Punkt. Beziehungsweise zu den fehlenden in der Gesamtwertung. Erstens fand ich die siebte Folge (Did You Do This? No, You Did It!) zu gemächlich, zu sehr auf die Bremse für den Aufbau des Finales tretend, zu wenig die Stärken der Show ausspielend. Bekam von mir deshalb nur ein „befriedigend“. Zweitens: Die Beweggründe einer Figur, und das Auftauchen eines, ich nenn es mal „plot devices“ aus heiterem Himmel. Wer die Staffel gesehen hat, weiß sofort, was ich meine. Man könnte gerade letzteres als liebenswert versponnenen Tribut an die kleinen Abgedrehtheiten der Coen-Brüder durchgehen lassen. Aber die Art, wie diese beiden Momente gehandhabt wurden, hat mich doch leicht nörgelig gemacht. Das sind letztlich kleine Details, die nichts daran ändern, dass ich auch mit der zweiten Staffel von „Fargo“ mächtig viel Spaß hatte und die Tage bis zur dritten Season (leider erst 2017) zähle.


GESAMTWERTUNG: 5,75 Punkte (sehr gut)

THE LEFTOVERS (SEASON 2)

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Alle bitte einsteigen für die nächste Achterbahnfahrt! Genießen Sie zehn Runden Gefühls-Auf-und-Ab, liebevoll ausgedacht und arrangiert von Damon „Mystery Boy“ Lindelof. Bitte unterlassen Sie angestrengtes Nachdenken über das Gesehene, die Auflösung angerissener Geheimnisse oder das Herumkreiseln der Geschichte. Einfach zurücklehnen und auf sich wirken lassen.

Allerspätestens mit der Limbo-Story in der achten Episode „International Assassin“, in der Kevin Garvey auf einen Trip der ganz besonders seltsamen und kaputten Art geschickt wird, hat die Show mich wieder mit Haut und Haaren für sich vereinnahmen können. Schon vorher hatte ich mich auf jede neue Episode gefreut, aber diese ganz spezielle Ausgabe des alltäglichen Wahnsinns im Leftovers-Universum trieb das Konzept der Zuschauerverwirrung auf die Spitze. Ich kann absolut verstehen, wenn man damit nichts anzufangen weiß und lieber geordnetere Bahnen in seinen Serien bereisen will. Von daher steckt in der Abschlussnote auch sehr viel subjektive Wertschätzung. Wer aber gerne mit den Figuren leiden, sich wundern, den Kopf schütteln oder ratlos angesichts der hereinbrechenden Ereignisse sein will, der wird ebenso blendend unterhalten wie in Season 1. Punktgenau sogar, denn diese erhielt damals auch 5,80 Punkte.

GESAMTWERTUNG: 5,80 Punkte (sehr gut)
THE LAST MAN ON EARTH (SEASON 2)

thelastmanonearths2

Will Forte als Phil Miller und seine teils idiotischen, teils peinlichen Eskapaden als letzter Mann auf der Welt habe ich in der ersten Staffel noch mit einem dicken Schmunzeln bedacht. Der Auftakt zur nächsten Reihe von Katastrophen-Phil geriet auch wieder herrlich zum Mit-der-flachen-Hand-an-den Kopf-schlagen. Was sogar ungefähr bis zur Mitte der Season anhält. Im letzten Drittel fällt dann  leider deutlicher und stetiger Begeisterungsschwund auf.

Mir scheint es, als hätte man die richtig guten Geschichten und Gags in den 13 Episoden im Frühling 2015 sowie in den 6 Folgen dieser Staffel erzählt. Der Nebenplot auf der Raumstation kommt nicht die Puschen und wird wohl erst in diesem Jahr interessant. Die anderen Charaktere treten mir zu sehr auf der Stelle, bringen mir zum Ende hin zu wenig witzige Situationen ein. Das auf Drama getrimmte Weihnachtsfinale hilft da natürlich nicht wirklich. Und Phil bzw. Tandy Miller schließlich wandelt sich mit der Zeit vom belächelnswerten, aber doch noch irgendwie sympathischen Loser zum nervigen Flachspruchabspuler.

Summa summarum kann „The Last Man On Earth“ noch von den starken Episoden bis zur Hälfte der Staffel profitieren, danach ging es von 5,5 bis 5,0 Punkten herunter auf dreimal 4,0 Punkte für die letzten Folgen. Da muss mehr kommen und vor allem wieder Konstanz rein.

GESAMTWERTUNG: 4,80 Punkte (befriedigend)

ASH VS. EVIL DEAD (SEASON 1)

AshVsEvil1

Auch schon fertig mit der großen Deadite-Bekämpfung für diese Saison ist unser alter Freund Ash. 10 Folgen Blut, Gedärme, Kettensägen- und Donnerbüchsenbehandlung, garniert mit lässigen Sprüchen, die nicht immer die ganz große Intelligenz des Klopfers widerspiegeln. Gutes Ding, würde ich sagen wollen. Manch einem waren die beiden Sidekicks Pablo und Kelly ein Dorn im Auge, ich fand sie jetzt hingegen nicht sonderlich störend. Die Qualität des Piloten wird nur noch im sehr gelungenen Finale wieder erreicht, dazwischen sind den Machern gerne mal die aufregenden Kreaturdesigns oder Exekutionsarten ausgegangen, aber unterhalb von „befriedigend“ habe ich keine Wertung gezogen. Wenn ich mir etwas für die zweite Staffel wünschen dürfte: gerne mehr ekelhafte Deadites wie den Dämonen Eligos.

GESAMTWERTUNG: 5,05 Punkte (gut)
SUPERSTORE (SEASON 1)

superstore

Workplace-Comedy von Justin Spitzer, seines Zeichens einer der Produzenten von „The Office“. Entsprechend ist das auch „The Office“ im Supermarkt. Qualitätsmäßig eine eher späte Auslese, will sagen: „Superstore“ ist leider deutlich näher an den Staffeln, in denen der Büro-Komödie um Michael Scott und Dwight K. Schrute schon lange die Puste ausgegangen war.

Ein paar Spiegelungen hat sich Spitzer zudem erlaubt: die Büroromanze Jim-Pam ist nun zwischen der frusterfahrenen Amy (America Ferrara, „Ugly Betty“) und dem Frischling Jonah, Dwight ist jetzt weiblich und der Boss/Marktleiter nicht nur ohne Plan und peinlich, sondern auch ein wenig sehr tüdelig. Bleiben als Neuheiten der zynische Schwarze im Rollstuhl, dessen durchaus vorhandenes Potenzial nicht ausgereizt wird, der Quoten-Homosexuelle und das sozial und intellektuell eher außenseiterhaft angelegte Pärchen.

Nein, als Stiftung Serientest muss ich zwar nicht warnen, kann aber bisher auch keine Empfehlung aussprechen. Vielleicht gebe ich der Show noch eine Chance, nach zwei gesehenen Episoden, die humormäßig eher an mir vorbeigeblubbert sind,  kann ich höchstens ein „bisher eher unbefriedigend“ auf das Meinungskärtchen schreiben.

DURCHSCHNITTSWERTUNG NACH 2 EPISODEN: 4,0 Punkte (durchschnittlich) 
GUCKLISTENSTATUS: Wackelig wie die Leiter zu den oberen Supermarktregalen
THE WALKING DEAD SEASON 6 (Episoden 01-08)

the+Walking+Dead+Season+6+comic+con+poster

Es stöhnt der Rick und seine Crew, der Zombie gibt schlicht keine Ruh‘.

Auflösungserscheinungen fallen mir nicht nur bei den wandelnden Untoten, sondern schon seit einigen Staffeln bei der durchgängigen Qualität der Serie auf. Auch diesmal gelingt es „The Walking Dead“ dann eben doch nicht, mich konstant gut zu unterhalten. Der Auftakt sehr stark, mit einer epischen Großaktion unserer Überlebendenfraktion, die sich über mehrere Episoden spannt. Dazu ein gelungener Rückblick auf die Geschichte einer Figur, mit der Wolf-Gang ein grausamer neuer Gegner. Danach allerdings ein etwas billiger Trick, um die Zuschauer vor den Geräten zu halten und *seufz* wieder einmal Leerlauf.

DURCHSCHNITTSWERTUNG NACH 8 EPISODEN: 4,80 Punkte (befriedigend)

GOTHAM SEASON 2 (Episoden 01-11)

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Vorab die gute Nachricht: Unsere schöne Fledermausstadt ist weiterhin sicher. Fish Mooney, die Geißel von „Gotham (Season 1)“ aka the goddess of overacting aka die nervige Alte von Will Smith, ward bis dato nicht wieder gesehen. Ein wenig hat ihren Platz zwar Barbara Kean, die ex-Freundin unseres geschätzten Detective James Gordon eingenommen, aber der Schrecken hält sich noch im vertretbaren Rahmen.

„Rise of the Villains“ heißt das aktuelle Kapitel und die erste Handvoll Episoden haben mich voll und ganz überzeugt. Allen voran der aus „Shameless (US)“ bekannte Cameron Monaghan in der Rolle des jungen Jokers wusste durch seine diabolische Bildschirmpräsenz zu beeindrucken, dazu noch der gewohnt knorrige Michael Chiklis als neuer Polizeipräsident und James Frain als Oberbösewicht Theo Galavan – da wurden gerne auch mal die Kärtchen mit der 5,5-Wertung gezückt. Das hohe Niveau pendelte sich nach diesem furiosen Start zwischen 4,5 und 5 Punkten ein, mit der völlig in die Hose gegangenen Folge „By Fire“ (ernsthaft: eine Frau mit Flammenwerfer hält Dutzende bewaffnete Mobster von einer Bühne aus in Schach?) als Tiefpunkt. Überhaupt fielen einige Episoden doch deutlich ab, als hätte man das B-Team der Drehbuchschreiber rangelassen und nicht qualitätsmäßig kontrolliert. Warten wir ab, ob der zweite Teil der Staffel nochmal etwas draufsetzen kann oder sich doch wieder Ausreißer erlaubt.

DURCHSCHNITTSWERTUNG NACH 11 EPISODEN: 5,01 Punkte (gut-)

Zum Schluss noch hastig nachgereicht ein paar Abschlusswertungen von bereits besprochenen Serien:

Ray Donovan (Season 3): 5,56 Punkte (sehr gut-)
Lego Star Wars: Droid Tales (Season 1): 5,15 Punkte (gut)
The Jim Gaffigan Show (Season 1): 4,95 Punkte (gut -)
Blunt Talk (Season 1): 4,45 Punkte (befriedigend-)

87 (Mai 2015)

22 Mai

Die Hauptsaison der US-Fernsehserien befindet sich im Endspurt, was für diesen bescheidenen Blog bedeutet: Zahlen, Wertungen, Noten.

GOTHAM (SEASON 1)

GothamBanner Ich hab da mal was aufgesetzt.

Liebes Produktionsteam von Gotham,
mir eilt der Ruf voraus, nicht der allergrößte Comic-, Comic-Verfilmungs- und Comic-Verserienungs-Fan auf diesem Planeten zu sein. Trotzdem fand ich eure Show gar nicht schlecht. Um ehrlich zu sein, kratzt sie in meinem Wertungsschema fast am „Gut“. Wäre da nicht ein kleines Problem. Eine Sache, die es mir stellenweise schwer gemacht hat, bei mancher Episode ohne dezente Schmerzmittelzufuhr durchzukommen. Es macht keinen Sinn, um den heißen Brei herumzuschreiben, ich lass es jetzt einfach mal raus:

HEILIGER FLEDERMAUSKÖTTEL, IST MIR DIE ALTE VON WILL SMITH AUF DEN SENKEL GEGANGEN.

Puh, das tat gut. Die Besetzung habt ihr mehr als ordentlich hingekriegt. Ich weiß, mit Kinderdarstellern ist es schwer. Und ja, beim besten Willen, die Folge, in der Klein-Batman und Klein-Catwoman die meiste Sendezeit vereinnahmten, hat mich natürlich nicht umgehauen. Mein Lob andererseits für das Engagement von Morena Baccarin. Sehe ich immer wieder gerne, die Dame. Und Robin Lord Taylor als Pinguin? Schwer beeindruckend, eine feine Entdeckung. Die Geschichten? Durchaus spannend, düster, trotzdem ein bisschen Humor drin. An der Spannungskurve bei anstehenden Sendepausen müsst ihr aber noch arbeiten. Da liefen mit die schwächsten Folgen (in denen, da bin ich sicher, auch Jada Pinkett-Smith als Fish Mooney ihre selbst zelebrierten Auftritte hatte).

Enden möchte ich diesen kleinen Brief mit einer Bitte und einem Angebot. Lasst die Frau mit dem Overacting-Turbo in ihrem Schauspiel was anderes machen. Reduziert ihre Rolle, schreibt sie noch besser raus, ersetzt ihre Auftritte durch Szenen, in denen Morena Baccarin Dinge, Personen oder die Kamera anlächelt. Wenn ihr dann noch das Niveau einigermaßen haltet, gibt es in der nächsten Staffel 5 Punkte. Mit freundlichen Grüßen,

Kann man doch so abschicken, oder?

GESAMTWERTUNG: 4,95 PUNKTE (befriedigend) 

THE AMERICANS (SEASON 3)

the-americans

Kommt erneut leider nicht an die sehr gute erste Season ran. Des Spionage-Dramas dritter Teil hatte zwar gleich zu Beginn einige harte Szenen, die sich dem Zuschauer ins Gedächtnis brannten. In der Folge allerdings ging es mir zu wenig um die große Spionage, sondern mehr um persönliche und familiäre Angelegenheiten. Klar, die Kinder der Jennings mussten irgendwann mal eine bedeutendere Rolle spielen, allerdings war mir der Aufbau hin zum fast unausweichlichen Finale zu ausufernd lang. Demgegenüber stehen Erzählstränge, die sich für mich überhaupt nicht ausgezahlt haben. Die Treffen der EST-Gruppe. Agent Beemans Eheprobleme. Der „Heimaturlaub“ der russischen Spionin Nina Sergeevna. Die langwierigen, untertitelten Besprechungen in der Residenzia. Die Besuche bei dem alten Oberspion Gabriel.

Es gereicht der Show zur Ehre, dass ihre Episoden dennoch konstant zwischen 4,5 und 5 Punkten von mir einheimsen konnte. Weil sie doch immer wieder spannende Momente aufglimmen ließ, weil die Schauspieler sehr gute Arbeit bei der Darstellung der innerlich zerrissenen Charaktere abliefern. Letztlich reicht es aber dieses Jahr nur für ein „befriedigend“ im Abschlusszeugnis.

GESAMTWERTUNG: 4,86 PUNKTE (befriedigend)

THE GOLDBERGS (SEASON 2)

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Auch in der zweiten Staffel ein heißer Kandidat für die beste Comedy-Show in diesem Jahr (allerdings ist der letztjährige Titelträger „Veep“ aktuell wieder gestartet und liefert beste Unterhaltung). Die Goldbergs machen einfach Spaß, wie sie einen die großen Erfahrungen und Peinlichkeiten der 80er nochmals durchleben lassen. Über die Figuren kann man lachen, mit ihnen weinen, über sie den Kopf schütteln, sie sind einfach liebenswert. Sicherlich agieren sie desöfteren überzogen und eindimensional, aber anders als etwa „The Middle“ fallen den Autoren immer wieder neue Szenarien ein, in die sie die Charaktere versetzen. Eben dieser reichhaltige Fundus an Schrägheiten der 80er dürfte den Unterschied ausmachen, um noch einige Staffeln tolle Qualität abzuliefern. Diesmal sind zwar keine 6 Punkte bei den Folgen dabei, die 5,5 ist nur zweimal vertreten, dahinter reiht sich jedoch eine breite Front an 5ern auf. Die Goldbergs waren gut, sind gut und bleiben gut.

GESAMTWERTUNG: 5,09 PUNKTE (gut)

BROOKLYN NINE-NINE (SEASON 2)

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Wertungstechnisch knapp hinter den Goldbergs und ebenfalls schlicht und ergreifend eine gute Comedy-Show: die Abenteuer der abgefahrenen Ermittlertruppe um Detective Peralta. Wobei ich auch hier einfach die herrlich gezeichneten Charaktere loben muss. Vom grummeligen Chef Captain Holt, über den lässigen Sprücheklopfer Peralta, seinem anhänglichen Kumpel Boyle, der seltsamen Sekretärin Linetti, der immer auf hart getrimmten Rosa, der unsicheren Amy, dem Revier-Teddybär Terry bis hin zu den Nebenfiguren Hitchcock und Scully. Da muss man nur noch die passenden Dialoge drunterschreiben und schon läuft die Sache. Mein einziger Kritikpunkt: die Folgen mit Eva Longaria als „love interest“ für Peralta fand ich durch die Bank nur okay.

GESAMTWERTUNG: 5,03 PUNKTE (gut)

BLACK-ISH (SEASON 1) 

blackish

Bester Neustart im Comedy-Bereich: Black-ish. Auch wenn es (noch) nicht für den Sprung über die 5-Punkte-Marke gereicht hat, ist die Show um die Familie Johnson eine echte Bereicherung des Programmplans. Anthony Anderson als gestresstes Familienoberhaupt fiel mir schon in „Guys With Kids“ positiv auf, hier findet der sympathische Mime zusammen mit Serienehegattin Tracee Ellis Ross seine Erfüllung. Sehr stark: Laurence Fishburne als nörgeliger Großvater. Sehr schräg: Deon Cole als Dres Arbeitskollege Charlie. Hervorheben möchte ich noch den Cast, der die Kinder der Familie spielt. Durch die Bank sympathisch, nicht eine Sekunde nervig, vor allem Marsai Martin als jüngste Tochter liefert immer wieder altkluge und witzige Beobachtungen ab. Die Huxtables wären verdammt stolz auf diese Truppe. Woran es noch hapert, sind durchgehend hochwertige Drehbücher. Zugegebenermaßen gehen manche Humor-Nuancen an mir als bleichem Westeuropäer und Ahnungslosem in Sachen „black culture“ an mir vorbei. Ich komme allerdings nicht um den Gedanken herum, dass bei diesen talentierten Darstellern noch mehr rauszuholen sein müsste. Bisher verbleibt die Show in vielen Folgen darin behaftet, ganz nett zu sein, statt richtig alle Stärken auszuspielen. Ansatzpunkte für den Schritt hin zur Großartigkeit sind vorhanden, siehe die Episoden 1×02 The Talk, 1×21 The Peer-ent Trap oder die erfrischend offene Ablehnung mit den Republikanern in 1×23 Elephant in the Room.

GESAMTWERTUNG: 4,79 PUNKTE (befriedigend)
THE ODD COUPLE (SEASON 1)

the odd couple

Lief dann doch besser als von Senderseite und von mir erwartet. The Odd Couple erhält eine zweite Staffel und etabliert sich zum quotenstabilen Format im Programm von CBS. Ich würde das goldene Dankesschreiben und den Geschenkekorb hauptsächlich an Thomas Lennon richten, der den stets feingeistigen und kränklichen Felix Unger in der Tat höchst gelungen in das zweite Jahrzehnt des neuen Jahrtausends transferiert. Das kann ich trotz meiner grundsätzlichen Kritik an der Show neidlos anerkennen und loben. Matthew Perry und der Rest der Besetzung fallen demgegenüber schon mehr als merklich zurück. Nach 12 gesehenen Episoden hat sich wertungsmäßig der größte Teil zwischen 4,0 und 4,5 Punkten abgespielt, allerdings durfte ich zweimal gar die 5 Punkte ziehen. Es geht also schon, wenn alles zusammenkommt. Und Thomas Lennon brilliert. Ansonsten gilt aber weiterhin: Das Original bleibt unerreicht, die Kopie bemüht sich, kann aber nur selten eigene Akzente setzen.

GESAMTWERTUNG: 4,42 PUNKTE (durchschnittlich)
THE SIMPSONS (SEASON 26)

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Ich muss aufpassen, dass ich nicht jedes Jahr den selben Sermon schreibe. Auch dieses Mal fehlt es mir bei den Simpsons an Liebe. Vor meinem geistigen Auge sehe ich, wie die gelben Kultfiguren irgendwo in Südostasien in einer sterilen Fabrik gezeichnet, die Skripte nach Standardbausatz zusammengepfriemelt werden und die Autoren sich nur für eine Handvoll Episoden wirklich Mühe geben, für deren Ablieferung sie persönlich erscheinen und die sie wie Streusel über den zusammengeklumpten Kuchen werfen. Hier sind die Namen dieser Streusel:

5,5 Punkte: S26E10 The Man Who Came To Be Dinner
5 Punkte:    S26E04 Treehouse of Horror XXV, S26E06 Simpsorama, S26E09 I Won’t Be Home For Christmas

GESAMTWERTUNG: 4,32 PUNKTE (durchschnittlich)

THE MIDDLE (SEASON 6) 

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Sechs Staffeln sind eine lange Zeit. Und die Geschichten der Hecks meiner Meinung nach eigentlich schon seit drei bis vier Jahren auserzählt. Weshalb ich die Nachricht über die Verlängerung der Show durchaus mit Verwunderung vernommen habe. Ein typischer Fall von „Man schaut es halt aus Gewohnheit weiter“. Obwohl man es nicht wirklich müsste. Es ist halt die Show vor Modern Family, die dann in 99,9 Prozent der Fälle von den Dunphys getoppt wird. Sehr oft nur durchschnittlich, etwas mehr als ein halbes Dutzend mal befriedigend, ein paar Ausreißer nach unten und dreimal überraschenderweise „Gut“. Für diese besonderen Momente guckt man eben dann doch noch weiter.

GESAMTWERTUNG: 4,21 PUNKTE (durchschnittlich)

THE BIG BANG THEORY (SEASON 8)

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Ich zitiere mal den Review-Teaser zum Staffelfinale der Serienjunkies:

Das achte Staffelfinale der erfolgreichen Sitcom The Big Bang Theory hält für jedes der Paare eine Zerreißprobe bereit.

Da wollte ich ehrlich gesagt schon gar nicht mehr reingucken. Mein Fazit nicht nur für das Finale lautet: Glückwunsch, es ist eine unterdurchschnittliche Couple-Comedy geworden.

The Big Bang Theory ist für mich bis dato die ganz große Enttäuschung dieser Saison. Müsste ich händeringend nach positiven Aspekten suchen, fielen mir zwei Dinge ein: Kaley Cuoco-Sweeting sieht auch mit Kurzhaarschnitt nett aus und die Folge „The Focus Attenuation“ war knapp gut (wohl wegen des Back-to-the-Future-II-Einschubs). Der Rest: ein Trauerspiel angesichts dessen, was die Serie mal ausgemacht hat. Dabei war ich bei der Bewertung nach einigermaßen nachsichtig, habe reihenweise Episoden mit 4,0 Punkten durchgewinkt, die auch locker weniger Punkte verdient gehabt hätten. Wer authentischen Nerd-Humor sucht, möge rasch Richtung „Silicon Valley“ auswandern, hier gibt es nichts mehr zu holen. Außer peinlichen Beziehungs-Aaaahs und Ooooohs, dem zwanghaft sexlosen Sheldon, Gags, bei denen es selbst dem Lachband peinlich ist, zu laut zu sein. Ich habe mir in vielen Folgen den Spaß erlaubt, bei den Witzstellen lauthals aufzulachen und kam mir dabei sehr, sehr peinlich vor. Sogar wenn die Show Gastauftritte aufbietet, die Hoffnung machen könnten, bleibt sie weit unter den Erwartungen. Was war ich beispielsweise von der Episode mit Nathan Fillion enttäuscht. Wie kann man mit dem coolen Kerl als special guest eine unterdurchschnittliche Folge drehen?  Das ist doch faktisch nicht möglich! Oder „The Skywalker Incursion“, der Besuch auf der Skywalker Ranch. Eine Folge mit Star Wars als Thema und die Geek-Gag-Skala bewegt sich nur müde auf okay. Unfassbar. Aber was soll’s. Die Show ist weiterhin ein Riesenhit, die Leute schauen es und werden vor Freude glucksen, wenn zum Ende der 12. Staffel Sheldon neben Amy aufwacht und grinsend „We had coitus!“ in die Kamera flüstert.

GESAMTWERTUNG: 3,96 PUNKTE (unterdurchschnittlich)

MODERN FAMILY (SEASON 6)

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Bei den Dunphys-Pritchetts bröckelt es leider auch weiter, was die Wertungen angeht. Bei genau der Hälfte der Folgen landete der Qualitätszeiger bei 4,5 Punkten, ganz nach oben ging es wieder nicht, zwei Episoden waren sehr gut, zwei nur durchschnittlich (darunter das Staffelfinale) und achtmal lehnte ich mich nach dem Abspann mit dem guten Gut im Fernsehsessel zurück. Keine sonderlich beachtliche Quote im Vergleich zu den vorherigen Seasons. Woran liegt’s? Die Show tut sich meiner Meinung nach schwer, an die überragenden Folgen früherer Zeiten anzuknüpfen. Neue Nebenfiguren wie der Babysitter Andy oder die Prollnachbarn der Dunphys zogen bei mir überhaupt nicht, die Kids sind älter geworden und erhalten statt putziger eher flache (Luke) oder beziehungstechnische (Haley) Geschichten. Phil, Jay, Mitchell und Cameron retten zwar wie gehabt so manches im Alleingang, der Trend führt aber leider nun mal Richtung gehobenes Okay. Und neben der peinlichen Australien-Werbeshow im letzten Jahr bot man dieses Mal eine im Endeffekt auch eher arg vergessenswerte Apple-Produktplatzierung in „Connection Lost“. Der Zahn der Zeit nagt an Modern Family.


GESAMTWERTUNG: 4,81 Punkte (befriedigend)

82 (Oktober 2014)

10 Okt

Nach einer Pause im September hier nun die ersten Bewertungen im neuen Serienjahr. Einige Trends: Damon Lindelof schlägt seinen ex-LOST-Mitstreiter Carlton Cuse, bei den neuen Shows lasse ich doch einiges mangels Interesses außen vor und The Big Bang Theory… oje. Plus: Endlich ein paar Zeilen zu zwei spät gesehenen TV-Serien.

THE LEFTOVERS (SEASON 1)

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Überraschung! Am Ende der ersten Staffel sind noch viele, viele Geheimnisse offen. Aber das nehme ich den Verantwortlichen Lindelof und Perrotta gar nicht übel. Denn die Stärke der Show liegt woanders: Sie schafft es, den Zuschauer immer wieder in diese seltsame Welt nach dem unfreiwilligen Exodus von 2% der Weltbevölkerung hineinzuziehen. Mit Figuren, die leiden; Situationen, die einen fragend zurücklassen; Ereignissen, bei denen man nur noch bass erstaunt zusehen kann. Und emotionalen Momenten, die einem wie bei LOST Schauer über den Rücken laufen lassen. Vor allem Momente der Episode „The Garveys At Their Best“ haben mich hier mitgerissen wie damals die „Not Penny’s Boat“-Szene des Inseldramas.

Der Einstieg mag manchen wegen seiner Rätselhaftigkeit überfordern, ich selbst fand den Pilot auch nur „befriedigend“, aber wenn man einmal in die Fänge der Figuren gelangt ist, kommt man nicht mehr heraus. Gegen Ende werden auch einige der Mysterien aufgelöst, was die Sache allerdings nicht wirklich wenig bedrückender macht.

Fazit: dicke Empfehlung von mir für Serienfreunde, die die berüchtigte 6. Staffel von LOST mittlerweile einigermaßen überwunden haben und damit zurecht kommen, dass man -diesmal allerdings vorab zugesichert- wieder nicht alle Auflösungen erhalten wird. Besser so als vom offiziellen Ende enttäuscht zu werden.

Gesamtwertung: 5,80 Punkte (sehr gut)

THE STRAIN (SEASON 1)

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Ex-LOSTIE Carlton Cuse ist, das habe ich beim letzten Seriencheck unterschlagen, als Schreiber bei „The Strain“ involviert. Was ich nicht unterschlagen kann und will: Die Show bricht nach knapp der Hälfte der Staffel doch etwas ein. Überzeugen zunächst die Einführung der Charaktere, der Aufbau der Geschichte und die Qualität der Effekte, verläuft so das Ganze ab Folge 8 eine Stufe weniger gelungen ab. Mich störte vor allem, dass mit Beginn der nächtlichen Vampir-Apokalypse relativ wenig los ist in Sachen Panik in und um New York. Keine Ahnung, ob die Einwohner und die Polizei des Big Apple die ganzen Kreaturen der Finsternis mit Zombies bei Dreharbeiten für „The Walking Dead“ verwechseln, aber die Leute nehmen die ganzen Toten und unschön herumrandanlierenden Wiederbelebten doch recht gelassen hin. Weitere Gründe für meine eher abnehmende Zuschaufreude: Der kleine Sohn des Protagonisten nervt, der Obermeistervampir sieht doch ein wenig zu trashig aus, die Story geht so gut wie gar nicht voran und das Finale wirkt eher routiniert runtergedreht denn überraschend und Vorfreude auf die zweite Staffel schaffend.

Am Ende rutscht „The Strain“ nach vielversprechendem Beginn damit doch noch ins „befriedigend“. Zwar nur knapp, aber eine Aufrundung lasse ich angesichts der nach unten zeigenden Qualitätskurve diesmal sein.

Gesamtwertung: 4,98 Punkte (befriedigend)

RAY DONOVAN (SEASON 2)

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Der Fixer kam mir diesmal viel zu spät in die Gänge. Guter Auftakt, danach allerdings ein eher mäßig packender Erzählstrang um einen investigative Journalistin, der sich zunächst bemerkenswert unspektakulär auflöst. Schon in der ersten Staffel fand ich den Auftritt des „HipHop-Wunderkind“-Freundes von Donovans Tochter wenig erbaulich, diesmal taucht er leider wieder auf. Miss Donovan hat darüber hinaus noch eine leidlich interessante Liebesaffäre anzubieten. Dazwischen kann zwar Jon Voight als Katastrophen-Daddy wieder überzeugen und auch das Brüderpaar Bunchy & Terry sehe ich gerne, aber so richtig in die Spur findet die Show erst in den letzten drei bis vier Episoden. Wer bis dahin durchhält, wird mit einem gut geschnürten Drama-Paket belohnt. Für die knappe „sehr gut“-Wertung der ersten Season reicht es diesmal aber bei weitem nicht.

Gesamtwertung: 4,85 Punkte (befriedigend)

BLACK-ISH (SEASON 1)

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Andre „Dre“ Johnson, erfolgreicher Ehemann und Vater, lebt mit seiner Familie in einer hauptsächlich von Weißen bewohnten Nachbarschaft und versucht seinen Kindern den Sinn für ihr kulturelles Erbe zu bewahren.

Was ich erwartet hatte, war eine Art Neuauflage der Bill Cosby Show, halt ein wenig an die modernen Zeiten angepasst. Anthony Anderson, den ich u.a. in „Guys With Kids“ sehr mochte, erschien mir als Familienoberhaupt gleich eine gute Wahl, Laurence Fishburne („Hannibal“) als schnippisch mosernder Großvater ebenso, der Rest des Casts kommt zudem sympathisch rüber. Allerdings trägt man mir in der ersten Folge doch zu dick auf mit der „black roots hip hop urban culture„; da werden Klischees aneinandergereiht, dass ich wirklich nur darauf wartete, dass einer der Darsteller in einen Rap ausbricht. Den viel besseren Eindruck hinterließ die zweite Episode („The Talk“), in der das gute alte „Aufklärungsgespräch“ an der Reihe ist und bei der vor allem Anderson bei seinen erzieherischen Erläuterungsversuchen eine bravorös komische Vorstellung abgibt. Ich hoffe, es geht weiter in diese Richtung.

Wertungsschnitt nach zwei Episoden: 4,80 Punkte (befriedigend)

Gucklistenstatus: nach erster Folge eher no, nach zweiter Folge definitiv yo!

MULANEY (SEASON 1)

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Ein Blick auf das Leben eines Standup-Comedians, der seltsame Freunde und Bekanntschaften in und außerhalb seiner Wohnung unterhält. BITTE DENKEN SIE JETZT NICHT AN SEINFELD! BITTE DENKEN SIE JETZT NICHT AN SEINFELD! MULANEY HAT ZUM BEISPIEL EINEN BOSS, SEINFELD HATTE NIE EINEN BOSS! BITTE DENKEN SIE JETZT NICHT AN SEINFELD!

Tja, liebes Fox Network, ich denke aber halt an Seinfeld, wenn eine Show mit einem Standup beginnt und endet. Und, hey, das hättet ihr euch ja fast denken können, gegen Seinfeld hat Mulaney natürlich keine Chance. Brauchbare Ansätze sind vorhanden, so finde ich den Hauptdarsteller und ex-SNLer John Mulaney ja durchaus nett und charmant, Martin Short als exzentrischer Boss müht sich tapfer, aber so recht zünden will die Show zumindest im Piloten nicht. Die Nebenrollen leider sind blass bis dezent nervig besetzt, sodass als zwischenzeitiges Fazit bleibt: Als Zuschauer möchte man es mögen, aber es kommt einfach zu wenig.

Eindruck des Piloten: 4,0 Punkte (durchschnittlich)

Gucklistenstatus: mmh, eine Chance gebe ich der Show noch

SELFIE (SEASON 1)

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Die Fernsehshow zum flippigen Trend, eine moderne Fassung von „My Fair Lady“ featuring Eliza Dooley, einer selbstverliebten Diva mit reichlich social media fanbase, aber keiner echten connection in ze real wörld.

Pilot gesehen und entschieden: das kriegt kein „Like“. Ich kann mich sonst ehrlich gesagt an gar nichts erinnern, von der Show ist null bei mir hängengeblieben, außer dass der neue Mr. Sulu mitspielt. Am Ende der Serie ist die hippe Schnöselin sicher eine ganz liebe Menschenfreundin, aber diese Entwicklung soll sie mal schön ohne mich durchmachen.

Eindruck des Piloten: 3,5 Punkte (unterdurchschnittlich)

Gucklistenstatus: abgesetzt

GOTHAM (SEASON 1)

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Gotham, der alte Moloch von Stadt, in dem üblicherweise Batman für Recht und Ordnung sorgt, steht im Mittelpunkt dieses Prequels. Hauptfigur ist dabei Detective James Gordon, der frisch am GCPD angefangen hat und sich als ersten Fall mit der Ermordung des Ehepaares Wayne beschäftigen darf. In weiteren Rollen: Klein-Batman, Jung-Alfred, der Azubi-Pinguin, Teenie-Catwoman und die Frau von Will Smith im Overacting-Modus.

Finde ich richtig gut, obwohl ich mit Superhelden bekanntermaßen nichts anfangen kann. In jedem Fall besser als Agents Of S.H.I.E.L.D., weil man hier keinen Nebenschauplatz zu einem bekannten Franchise eröffnet, sondern einen Blick auf die Anfänge werfen darf. Klar, wer später welche Figur mal spielen wird, bekommt der Zuschauer stellenweise mit dem Holzhammer eingetrichtert, aber Setting, Ausstattung und Cast (okay, mit Jada Pinkett-Smith tue ich mich noch ein bisschen schwer) wissen zu gefallen. Nach drei Folgen ist mir neben Ben McKenzie („Southland“) vor allem Donal Logue als korrupter Detektivkollege, leidenschaftliches Großmaul und Ermittlungsnull Harvey Bullock ans Herz gewachsen. Quasi der Lt. Worf der örtlichen Verbrechensbekämpfung, der nie den richtigen Vorschlag macht, wenn es daran geht, ein Problem vorschriftsmäßig zu lösen. Last but not least bemerkenswert: Robin Lord Taylor als schön gruseliger und schräger Oswald „Pinguin“ Cobblepot.

Drei Folgen sind gelaufen, zweimal gut, einmal sehr gut stand dabei auf meinem Wertungskärtchen. Meiner Meinung nach dürften an der Show nicht nur eiserne Batman-Fans ihre Freude haben.  Ein bisschen Wissen um den dunklen Ritter kann aber sicherlich nicht schaden.

Wertungsschnitt nach drei Episoden: 5,21 Punkte (gut)

Gucklistenstatus: kein bisschen flatterig, sondern derzeit sicher drauf

NACHGESCHAUT

HOUSE OF CARDS (SEASON 1 & 2)

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Die Geschichten von Francis Underwood und seiner stets unterkühlt wirkenden Frau Claire dürften mittlerweile bei jedem anständigen Serienfan im Schrank stehen. Auch ich bin schon seit ein paar Monaten durch, hinkte aber mit der Sichtung ordentlich hinterher, sodass ich diese Perle aus Politik, Intrigen und Drama nicht in einem regulären Check unterbringen konnte.

Wen meine Meinung jetzt also noch interessiert: „House of Cards“ ist großartig und selbst für weniger an US-Politik interessierte Zuschauer eine Bereicherung für den Programmplan.

Die Hauptgründe:

  • Kevin Spacey;
  • Intrigen, Verrat und andere Fiesheiten, dass selbst der alteingesessene J.R.Ewing-Fan respektvoll sich am Stetson zupft;
  • In jeder Staffel mindestens ein „Der kann doch nicht… der wird doch nicht… der hat doch nicht???“-Moment;
  • Trotz der doch stellenweise trockenen Materie spannende Geschichten, die keine Minute einer Folge langweilig werden;
  • Schließlich die Kunst, schon vom Auftakt an packende Unterhaltung zu bieten und ikonische Momente zu erschaffen. Glückwunsch, Netflix! Und wer wie ich alle Folgen gesehen hat, der weiß: Es wird noch härter kommen.

Gesamtwertung Season 1: 5,42 Punkte (gut) / Season 2: 5,80 Punkte (sehr gut)

LEGIT (SEASON 1 & 2) 

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Standup-Comedian Jim Jefferies mit seiner eigenen Show hat mich vor ein paar Monaten sehr positiv überrascht und konnte sogar mit der ersten Staffel meinen Lieblingsvertreter der derben Komikwahrheit, Louis CK, verdrängen. „Legit“ ist dabei stark an den Geschichten angelehnt, die der trink- und drogenfeste Australier im Rahmen seiner Tourneeprogramme zum Besten gibt. Empfehlenswert für alle, die auch mal ins herzhafte belegte Comedy-Brötchen beißen können.

Jim kredenzt da stellenweise zwar die „Mett mit sehr viel Zwiebeln“-Variante, aber trotz aller deutlichen Sprache und Situationen hat das Ganze Herz und Verstand. Man könnte den Protagonisten sogar problemlos als Arsch mit Herz charakterisieren.  Darüber hinaus ist „Legit“ wohl die Comedy, die für ihre Verdienste in Sachen Inklusion ruhig mal einen Preis hätte gewinnen können. Denn Behinderte, wie der den gelähmten Jugendfreund Billy spielenden DJ Qualls („Roadtrip“), teilen hier gagmäßig aus und stecken auch ein, ohne dass es diskriminierend wirkt.

Der ausführende Sender FX hat leider nach zwei Staffeln den Stecker gezogen und die letzte davon ließ qualitätsmäßig schon etwas nach, weil die besten Geschichten bereits vorher verbraten wurden. Trotzdem hat mir die Show viel Spaß gebracht und wird noch desöfteren in meinem Codefree-DVD-Player landen, denn bisher gibt es (trotz Jefferies‘ Bekanntheit in Großbritannien und seinen auch dort beziehbaren Standups) wirklich nur einen NTSC-Release.

Gesamtwertung Season 1: 5,37 Punkte (gut) / Season 2: 4,86 Punkte (befriedigend)

Zum abrundenden Schluss noch das Serienbarometer:

THE BIG BANG THEORY: Vier Folgen und keine hat mich überzeugen können. Viel Beziehungstrara, kaum Geek-Spaß, die Freundinnen kommen mittlerweile auf gleich viel Sendezeit und sind aktuell in gleicher Zahl vorhanden wie die Ursprungsbande. Es scheint, als hätten mit den üppigen Gagen des Casts die Autoren keine echte Motivation mehr, sich groß anzustrengen. Wenn es so weitergeht, setze ich mich bald in Richtung „Silicon Valley“ ab.

Tendenz: durchschnittlich

BROOKLYN NINE-NINE: Läuft absolut stabil und liefert ab. Die Autoren Goor und Schur machen qualitätsmäßig da weiter, wo sie bei „Parks & Recreation“ aufgehört haben.

Tendenz: gut bis sehr gut

THE GOLDBERGS: Macht weiter Spaß, alleine schon wegen Supermutti Wendi McLendon-Covey und den 80er-Anspielungen.

Tendenz: gut

THE SIMPSONS: Es sagt schon einiges, wenn mir die Family Guy/The Simpsons-Crossover-Episode bei weitem besser gefiel als die bisherigen Episoden der 26. Staffel. Läuft auf das übliche „Viel Mittelmaß. Ein paar Highlights“-Schema hinaus.

Tendenz: durchschnittlich bis befriedigend

BOARDWALK EMPIRE: Die letzte Staffel, nur acht Episoden, aber dennoch baut die Show wie gewohnt eher langsam auf und gönnt sich gar einen ausschweifenden Rückblick auf die Jugendjahre von Enoch Thompson. Wird allerdings auch wie immer gegen Ende ordentlich aufdrehen, Al Capone ist jedenfalls schon in absoluter Top-Form.

Tendenz: gut bis sehr gut

MODERN FAMILY: Den Season Opener fand ich für Modern Family-Verhältnisse erschreckend schwach, in der zweiten Episode fängt es sich allerdings. Man wird wohl auch in dieser Staffel verstärkt mit nur zufriedenstellenden Folgen rechnen müssen, aber ich hoffe auf ein paar Sternstunden von Phil Dunphy, um das auszugleichen.

Tendenz: (noch) gut

THE MIDDLE: Sehr ordentlicher Auftakt, hält bisher eine höhere Qualität als die stellenweise arg mäßige fünfte Staffel. Wenn es einigermaßen in befriedigendem Rahmen läuft, guck ich es gewohnheitshalber auch dieses Jahr noch.

Tendenz: befriedigend

HOMELAND: Da kann ich nach der Doppelfolge zum Auftakt noch nicht so richtig einschätzen, wohin die Reise geht. Klar, Carrie zieht es wieder dahin, wo es Terroristen und Ärger gibt. Kann irgendwo zwischen Mutterliebemangelmelancholie, 24 und starkem Kriegsdrama landen. Abwarten. Ich hätte übrigens lieber mehr von Episode 1 und weniger von Episode 2.

Tendenz: befriedigend bis gut