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34 (Oktober 2009)

27 Mai

Der Seriencheck diesmal mit der Startcheck-Ausgabe. Kurze Eindrücke zu allen Serien, die ich verfolge – wobei einige das Stadium des Verfolgtwerdens bereits hinter sich haben.

30Rock

Der Einstieg in die vierte Staffel hat mich noch nicht überzeugen können. Natürlich wieder ein paar klasse Gags wie der Anfang, der Uterus-Witz oder Tracys Suche nach den Wurzeln – aber die Story wirkte doch eher bemüht. Dennoch bin ich mir sicher, dass sich das noch einspielen wird.

Accidentally On Purpose

Zwei Mal gesehen und nicht für ausreichend befunden. Die Show trifft nicht meinen Humor, die Konkurrenz ist zu groß, Jenna Elfman mir zu wenig sympathisch. Adieu.

Bored To Death

Ein Fall für nichtregistrierte Privatermittler: Wo ist die unvorteilhafte Frisur des Protagonisten in der dritten Episode hin? Das gibt Punktabzüge! Okay, in Folge 4 war sie wieder da. Abseits dessen ist es noch nicht der große Hit, aber hat genug witzige Momente, um mich am Schirm zu halten. Alleine schon wegen Zach Galifianakis, der seine Losertypenrolle wunderbar ausfüllt.

Brothers And Sisters

Großes Drama bei der Großfamilie Walker, krisenmäßig ist ja mal wieder so einiges gebacken. Bleibt meine bevorzugte Serie, wenn es um die familiären Hochs und Tiefs geht.

Californication

Hank Moody als Professor – das kann man eigentlich nur noch mit Hank Moody als Papst steigern. Duchovny weiterhin teils cool und teils kindisch in der Rolle seines Lebens. Mit Charlie Runkels neuem Boss Sue Collini will man zudem anscheinend einen weiblichen, sexsüchtigen Ari Gold in die Show einbauen. Bei der Stimmlage von Kathleen Turner treibt es mir natürlich eher die Lacher aus dem Hals denn die Erregung in den Unterleib.

Cougar Town

Hat nach dem gelungenen Piloten ein wenig nachgelassen. Courteney Cox und ihr Seriensohn Dan Byrd wissen zu gefallen, mit der Freundin Laurie und dem Vater Bobby kann ich aber deutlich weniger anfangen. Mal sehen, wie und wo es sich einpendelt.

Curb Your Enthusiasm

Larry is king. Zwar war die Seinfeld-Reunion bisher noch nicht der Überknaller, aber die zweite Episode Vehicular Fellatio eines der Highlights der jungen Saison. Ich bin mir sicher, der alte Mann lässt wieder nichts anbrennen.

Desperate Housewives

Ich glaube, ich werde langsam zu mann für die Show. Will sagen: die ganzen Konflikte interessieren mich als Kerl immer weniger. Als Dramaelement ist eine neue Familie mit einem mysteriösen und unheilvollen Geheimnis in die Wisteria Lane eingezogen – nicht gerade neu, das hatten wir schon mal. Kurz gesagt: ich fand den Auftakt langweilig und wenn es so weitergeht, verabschiede ich mich.

Dexter

All baby and no kill makes Dexter a sloppy boy. Die neue Umgebung, die neue Rolle als Daddy machen unserem Serienkiller schwer zu schaffen. Dazu noch zwei neue Mordserien, fertig ist der Beginn der 4. Staffel. Verspricht wieder sehr gut zu werden, auch wenn die dritte Episode um ein Haar fast in die okay-Wertung statt des Standard-Gut oder Sehr Gut gefallen wäre. Dranbleiben, Dexter!

Dollhouse

Für den Einstieg nach der Pause fand ich die erste Folge sehr enttäuschend. Mehr habe ich auch noch nicht gesehen. Kein Knall, kein Drama, die übliche Puppenshow der Woche – wie will man so neue Zuschauer an die Serie binden? Wird wahrscheinlich ohne mich weitergehen.

FlashForward

Nach der ersten Episode befürchtete ich schon, dass man nun jede Woche an einen neuen Erinnerungsschnipselort geschickt wird und das Fortschreiten der Handlung so gebremst wird. Mit der dritten Episode wurde diese Befürchtung leider Wahrheit. Wenn die Show den roten Faden beibehält, könnte sie sehr gut werden. Verstrickt sie sich aber in eher durchschnittlichen Folgen mit falschen Fährten und Andeutungen, könnte ich das Interesse verlieren. Noch bin ich aber an Bord.

Fringe

Fringe ist am stärksten, wenn es um den Storybogen mit dem Alternativuniversum und den Gestaltwandlern geht. So eine mutige Entwicklung hätte ich der Show nicht zugetraut. Wie schon bei Akte X stehen dem die Strangeness of the Week-Episoden gegenüber, die bisher aber aus meiner Sicht auch gut gelungen sind. Ich bin aber auch leicht zufrieden zu stellen, solange Walter ein bisschen in ekeligem Zeugs herumwühlt.

Gary Unmarried

Ordentlicher Start, orientierte sich dann aber in eine Richtung, die mir weniger gefällt und nahm von Folge zu Folge ab. Gary als Radiosportmoderator? Nicht mein Ding. Ich hätte lieber mehr putzige Auseinandersetzungen mit der ex-Frau. Vielleicht fängt es sich ja noch.

Hank

Ist tot. Spätestens mit der zweiten Episode. Sorry, Kelsey, aber einer muss es schreiben. Wahrscheinlich gucke ich trotz allem doch noch die dritte Folge, weil ich auf eine Auferstehung hoffe. Aber es würde mich wundern, wenn die stattfinden würde.

Heroes

Der dritte Versuch, an die starke Premierenstaffel anzuknüpfen. Manche sind begeistert, ich sehe es hingegen nüchterner. Es tut nicht weh, es nervt nicht, man ist offensichtlich bemüht, das Publikum nicht zu enttäuschen. Am Ende kommen bisher fünf Folgen heraus, denen man die Bewertung „jo, man kann es wieder gucken“ nicht absprechen kann. Aber so gut wie damals ist es trotzdem nicht. Ich lasse die Show mal noch auf Bewährung laufen, wenn es wieder sehr gut werden sollte, melde ich mich mit einem Sonderbericht.

How I Met Your Mother

Läuft wie geschmiert, die Beziehung Barney/Robin schadet dem Höhenflug der Show nicht. Hat Spaß gemacht, wird weiter Spaß machen. Auch wenn mir immer noch jemand erklären muss, wie Ted so einfach Professor werden konnte. Aber für die daraus resultierenden Gags nehme ich auch das in Kauf.

Modern Family

Hält angenehmerweise seine Form. Selbst wenn eine der Familien humormäßig ein wenig schwächelt, reißt es eine andere wieder raus. Besonders Ty Burrell erweist sich in der Hinsicht gerne als Feuerwehrmann. Freut mich, dass auch das amerikanische Publikum am Ball blieb und so eine volle Saison ermöglicht hat.

Monk

Die 8. und letzte Staffel läuft ja schon länger und hält das bekannte Niveau. Shalhoub hat seine Figur im Griff und weiß, was die Zuschauer sehen wollen. Ich bin gespannt, wann der „Monk verfolgt die Spur des Mörders von Trudy“-Storybogen beginnt.

Parks And Recreation

Großartiger Start in die neue Season, die letzten beiden Folgen lahmt es jedoch ein wenig vor sich hin. Ich mag den Standup Comedian Louis CK, aber ich habe das Gefühl, dass er die Show als love interest für Leslie Knope ein wenig herunterzieht. Mal sehen, wie es sich weiterentwickelt.

The Big Bang Theory

Another show in the flow. Wie bei How I Met Your Mother habe ich auch hier das Gefühl, dass die Serie ihre Formel gefunden hat. Die Charaktere bieten genug Stoff, um witzige Momente zu erzeugen. Und wenn den Autoren mal gar nichts einfallen sollte, stecken sie halt Wolowitz in ein extrapeinliches Outfit. Okay, die Beziehung Penny/Leonard könnte ein wenig mehr Zündstoff vertragen.

The Middle

Nach zwei Folgen gehen weiter beide Daumen hoch bei mir. Ein sympathischer Malcolm in the Middle-Klon, wobei jedes Familienmitglied das Potenzial hat, mich zu unterhalten. Bitte so weitermachen.

The Office

Gefällt mir bisher besser als die 5. Staffel, auch wenn es wieder Schwankungen gibt. Von vier Folgen fand ich drei sehr gut gelungen, eine fiel aber so extrem ab, dass ich mich wunderte, ob dem Team diese Diskrepanz nicht auffällt. Oder habe ich den Humor von The Promotion nicht verstanden?

The Simpsons

Da bin ich die Diskrepanzen schon lange, lange gewohnt. Und dankbar, wenn es wie bei dem Season Opener Homer the Whooper nach oben geht. Am Ende wird es wieder eine Staffel mit Höhen und Tiefen werden. Wegen der Höhen bleibe ich der Show natürlich weiterhin treu.

Two And A Half Men

Kommt mir jetzt noch nicht so richtig in Schwung, muss ich gestehen. Immer abwechselnd gut und dann halt doch nur okay. Vor allem mit Jake scheinen die Autoren so ihre Probleme zu haben, seit er rein körperlich nicht mehr in das dickdoofe Schema passt. Ob die Harpers in festen Beziehungen so spaßig sind wie als tollpatschige Freigänger wird man auch abwarten müssen.

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30 (Juni 2009)

27 Mai

Lange hat’s gedauert, hier nun der Rest des Serienchecks mit allem, was länger als 40 Minuten und auf meinem Beobachtungsschirm lief:

24 (Season 7)

Jack Bauers Albtraumtage zu bewerten ist keine einfache Angelegenheit. Gehört doch schon einiges an Kreativität und Akribie dazu, eine Story über 24 Stunden zu verteilen, die stets spannend und in sich schlüssig ist. Allzu beckmesserisch will ich an diese Sache nicht herangehen und mich etwa darüber auslassen, ob man in den Werbepausen wirklich so schnell von Ort A nach B kommen kann. In jedem Fall brachte Staffel 7 eine deutliche Steigerung zur Vorgängerin, bei der so ziemlich alles schief lief und die Show zu ihrer eigenen Parodie zu werden drohte. Der aktuelle Tag bringt einen Ortswechsel nach Washington, keine CTU mehr, aber dennoch eine gute Mischung aus alten und neuen Gesichtern, natürlich die bekannten Trademarks wie Folter, Maulwurf und drohende Gefahr für Jack bzw. den dagegen verblassenden Rest der amerikanischen Zivilisation. Grund zum Meckern lieferten die schwach agierende Präsidentin, die Motivationsgründe des Staffel-Gegenspielers sowie das dramaturgisch passende, aber nicht ganz nachvollziehbare Auftauchen des Super-Ober-Bösewichts pünktlich zum Finale. Einen Knall wie seinerseits zum Ende der 1. Season oder ein dickes Fragezeichen, wie es mit Jack wohl weitergeht gibt es nicht, man kann sehr wohl erahnen, wie sich die Zeit nach der finalen Uhrzeiteinblendung gestalten wird. Fazit: man kann 24 wieder ohne Bedenken schauen. Die Show erfindet sich nicht neu, ist aber ordentlich unterhaltsam.

5 von 6 Punkten

Over The Top: 6.00 PM – 7.00 PM, 7.00 PM – 8.00 PM, 10.00 PM – 11.00 PM, 11.00 PM – 12.00 AM
(der Ordnung halber, es dürfte wohl kaum jemanden geben, der sich 24 mittendrin und auszugsweise ansieht)

Battlestar Galactica (Season 4×11-4×21)

Achtung, ich beziehe mich mit meiner Wertung nur auf die zweite Hälfte der 4. Staffel und nicht der Show in ihrer Gesamtheit. Ich hatte es ja schon vor ein paar Monaten geschrieben: das Kribbeln vor dem endgültigen Abschluss der Saga war gewaltig, die Erwartungen hoch gesteckt. Dass man zunächst nochmal eine Rebellion in der Flotte durcherzählte, hätte es nicht unbedingt gebraucht, ging aber in Ordnung. Geärgert hat mich, wie in den Folgen vor dem dreiaktigen Finale die Langeweile und gestreckte, wenig interessante Dialoge Überhand nahmen. Vor allem die Rückkehr von Ellen Tigh war eine einzige Enttäuschung. Zum Ende raffte sich die Mischung aus Action, Charakterdarstellung und bewegender Momente allerdings wieder zu großer Form auf, auch wenn die dicke Auflösungswunderkerze nicht gezündet werden konnte. Vor allem über die Rolle, die Baltar und Number Six letztendlich zugeteilt wurde, darf man schon geteilter Meinung sein.

4,5 von 6 Punkten

Over The Top: Sometimes A Great Notion, No Exit

Breaking Bad (Season 2)

Auch Breaking Bad hat das Problem mit den Phasen, in denen mir zu wenig passiert. Der Vergleich mit dem Chemie-Experiment, das manchmal explodiert, manchmal aber nur still vor sich hinblubbert, trifft die Sache schon sehr genau. Die Abgründe, in die Walter White und sein ex-Schüler beim Zusammenmischen ihrer blauen Kristalldroge blicken, sind aber allemal ein Grund, die Show zu verfolgen. Drei nur zufriedenstellenden Episoden und dem Langeweiler „Over“ (S2x10) stehen sechs gute und drei wirklich überragende Folgen gegenüber. Hätte das Finale so geknallt, wie man es sich als Zuschauer beim Betrachten der bildgewaltigen Intros im Kopf ausgemalt hat, wären noch ein paar Zähler zusätzlich drin gewesen. Aber auch so ist der Boden für eine brodelnde dritte Staffel gut vorbereitet.

Streng betrachtet 5 von 6 Punkten, angesichts der überragenden Klasse einiger Episoden, für die ich fast die 7 hätte einführen müssen und der famosen Schauspielkunst von Bryan Cranston spendiere ich einen zusätzlichen halben Punkt. Wer vom Finale allzu enttäuscht war, darf den Aufschlag entfernen und einschmelzen.

5,5 von 6 Punkten

Over The Top: Grilled, Negro Y Azul, Better Call Saul

Brothers & Sisters (Season 3)

Der Walker-Clan präsentierte sich dieses Jahr fast durchgehend ohne Schwächen. Echte Langweiler-Episoden wie noch in Season 2 mit so ziemlich allen Episoden, in denen Danny Glover mitspielte, sind nicht vorhanden. Als der Storystrang um den verlorenen Walker-Sohn gesponnen und ausgebreitet wurde, war ich ja skeptisch: aber die Autoren haben dieses Jahr den Dramafaden straff gehalten und natürlich so oft wie möglich die Walkers zu einem ihrer berüchtigten Abendessen zusammengebracht, die für ihre peinlichen Ausgänge so bekannt und beliebt beim Zuschauer sind. Immer noch meine liebste Familien-Dramedy mit Übermama Sally Field, die Ilse Beimer aus der Lindenstraße weiter locker in die Tasche steckt. Schade nur, dass das deutsche Fernsehpublikum das nie mitbekommen wird.

5 von 6 Punkten

Over The Top: Bakersfield, Just A Sliver

Chuck (Season 2)

Freunde, jetzt wird der Platz aber knapp für die vollständige Over the top-Auflistung. Satte 14(!) der 22 Episoden erhielten von mir die Über-Auszeichnung. Will sagen: ich bin Fanboy und in Bezug auf diese Serie zu keiner objektiven Beurteilung mehr fähig. Was soll ich noch schreiben? Chuck ist witzig, nerdig und tollpatschig, hat mit seinen beiden Aufpassern Walker und Casey tolle Sidekicks, die Nebenstränge im Buymore sind immer für einen Lacher gut, die Musikauswahl ist großartig, die Show nimmt sich auf wunderbare Weise nie allzu ernst und geht einem manchmal sogar ein wenig ans Herz. Dass am Ende gleich zwei rundum gelungene Finals geliefert wurden (eines, mit dem die Serie zu Ende hätte gehen können und eines, das noch heißer auf eine Fortsetzung macht), zeigt, wieviel Potenzial in dieser Agenten-Action-Komödie steckt. Ich freue mich auf die dritte Staffel, die zwar kürzer ausfallen wird und mit weniger Budget auskommen muss – aber ich kann mir fast nicht vorstellen, dass da etwas schiefgehen kann. Because Agent Charles Carmichael knows his kung-fu.

6 von 6 Punkten

Over The Top: Chuck vs. The First Date, The Seduction, The Cougars, Tom Sawyer, The Ex, The T-Rex, The DeLorean, Santa Claus, The Third Dimension, The Suburbs, The Best Friend, The Predator, The Broken Heart, The Ring

Desperate Housewives (Season 5)

5 Jahre in die Zukunft gebeamt und doch die meiner Meinung nach schwächste Staffel der Serie abgeliefert. Gut möglich, dass die Show bei der weiblichen Zielgruppe voll eingeschlagen ist, als Kerl habe ich mich dieses Jahr aber größtenteils gelangweilt. Auch, weil die Geschlechtsgenossen diesmal außer Carlos vollkommen auf Memmentour sind. Allen voran der böse, böse Psychokiller, der die ganze Staffel über finster guckt und fiese Pläne ausbaldowert, die er am Ende doch fallen lässt. Ich hatte schon befürchtet, dass sie den Mann noch in die nächste Staffel rüberschleppen, so lahm kam der in die Puschen. Auf der positiven Seite stehen das gelungene Edie-Special sowie der Brand im Musikclub. Letzten Endes lautet die Bilanz jedoch: knapp ein Viertel gut, knapp die Hälfte in Ordnung, der Rest unterdurchschnittlich. Macht insgesamt

4 von 6 Punkten

Over The Top: City On Fire

Dollhouse (Season 1)

Ich lasse Wortspiele wie „Nicht so doll, dieses Haus“ gleich ganz außen vor. Aber so richtig begeistern konnte mich das neue Joss Whedon-Projekt eben doch nicht. Meiner Meinung fehlt der Show eine starke Hauptfigur, mit der man als Zuschauer mitfiebern kann. Eliza Dushku gibt zwar alles, kann aber die Show beioftmalshalbnacktemleibe nicht alleine tragen und bleibt wegen des Show-Konzepts nun mal ein im wahrsten Sinne des Wortes austauschbarer Charakter. Vom Rest des Castes fällt Dichen Lachman als Sierra angenehm auf, Fran Krantz als „funny man“ Topher Brink übertreibt es hingegen stellenweise doch ein wenig. Bleibt noch Alpha, dessen Charakter in „Briar Rose“ sehr gelungen eingeführt wurde, im Finale mir aber sehr diffus und verwirrend in Erinnerung blieb. Zweimal gab es dennoch die Höchstwertung, es ist also Potenzial vorhanden. Für die zweite Staffel bleibt noch einiges an Feinjustierung zu tun. Und bitte dann auch keine Totalausfälle wie „Stage Fright“ mehr produzieren.

4,5 von 6 Punkten

Over The Top: Man On The Street, Briar Rose

Fringe (Season 1)

Sie haben sich einen festen Platz auf meiner US-TV-Liste erobert, die Ermittlerin des FBI und ihre beiden unkonventionellen Kollegen. Der gute Ersteindruck mit der Mischung aus Akte X-Fällen und Ausflügen in die seltsame Welt des lustigen Wissenschafts-Opi Dr. Walter Bishop konnte die Staffel hindurch bestätigt werden. Selbst mit der kühlen Agentin Olivia Dunham wusste ich mich mit der Zeit anzufreunden. Wie beim offensichtlichen Vorbild wird später auch ein größerer Verschwörungshandlungsbogen in die Ermittlungen eingeführt, der mich sogar noch mehr zu überzeugen wusste. Eine höhere Wertung verderben allerdings diverse Füllerfolgen nach dem „Monster of the Week“-Strickmuster, bei denen das Budget nicht mal für ordentlich eklig zugerichtete Tatbeteiligte gelangt hat. So geht’s ja nun nicht. Besonders lobend sei hier allerdings das Finale erwähnt, welches die Tür für einige interessante Storymöglichkeiten mit Blick auf Staffel 2 öffnete.

5 von 6 Punkten

Over The Top: The Transformation, Ability, Bad Dreams, The Road Not Taken, There’s More Than One Of Everything

Heroes (Season 3 Eps. 14-25 /Volume IV:Fugitives)

Volume IV: Fugitives ist besser geworden als das vollkommen verkorkste Volume III: Villains. Ich weiß nicht, wie stark sich die beratende Tätigkeit des wiedereingestiegenen Bryan Fuller ausgewirkt hat, in jedem Fall ist die Story straff, die Seiten klar verteilt und die Charaktere bleiben größtenteils ihrer einmal eingeschlagenen Linie treu. Trotzdem ging es mir als Zuschauer so, dass mir die Figuren nach ihren teils desaströsen Auftritten zuvor ziemlich egal geworden waren und auch dieses Kapitel es nicht schaffte, die Begeisterung der Premierenstaffel wieder aufleben zu lassen. Wie das in der Zukunft gelingen könnte, zeigte immerhin „Cold Snap“ (3×20), die ich allen, die irgendwann in dieser Season aufgehört haben, ans Herz legen möchte. In dieser Episode stimmt nämlich alles: Humor, Drama, Action, Trauer. Davor und danach gelangte das Meiste allerdings wieder nicht über das Maß des „Geht in Ordnung“ hinaus. Für das Finale hat man sich nochmal angestrengt, der Ausblick auf das nächste Volume hat mich allerdings schließlich erneut ernüchtert. Meiner Meinung nach hat die Show nur eine Chance, wenn der Cast endlich um ein paar langweilig gewordene Figuren gestutzt wird. Mit schwer heldenhafter Mühe noch

4 von 6 Punkten

Over The Top: Cold Snap

LOST

LOST ist mir so ans Herz gewachsen wie Chuck, da erwarte bitte niemand ernsthaft viel mehr außer Lobeshymnen. Jede andere Show hätte das Thema „Zeitreisen“ mit großer Sicherheit in die Hose navigiert. Aber das Inseldrama knüpft selbst aus diesem Fallstrick einen unterhaltsamen Storyteppich, der dem Zuschauer spätestens mit Erscheinen des finalen Schriftzugs am Ende jeder Episode unter den Füßen weggezogen wird und ihn verdutzt, aber zugleich begeistert zurücklässt. Die Macher haben die Figuren im Griff, humorvolle Dialoge lockern ab und an die Spannung auf, man rätselt sich vor dem Fernseher die tollsten Theorien für das weitere Geschehen zusammen und freut sich einen ausgewachsenen Eisbären, wenn man richtig damit lag. Wieder war es allerdings so, dass das Finale nicht ganz die Krönung der Staffel darstellte. Die Eröffnungsszene konnte mit Blick auf die gesamte Folge natürlich brillieren. Allerdings wusste man dank der Zeitreisen ein wenig zu sehr, worauf es hinauslaufen würde, die Einführung von Jacob wirkte mir zu aufgedrängt und ein passend zum Showkonzept verwirrender Ausblick auf die letzte Season hätte für den richtigen Superknall sorgen können. Aber das sind wirklich minimale Randerscheinungen. LOST ist groß und bleibt groß.

6 von 6 Punkten

Over The Top: Because You Left, This Place Is Death, LaFleur, He’s Our You, Dead Is Dead, The Variable, Follow The Leader

Pushing Daisies (Season 2)

Ach ja, das lief ja auch noch. Leider viel zu kurz und zu endgültig. Zu Beginn kam ich nicht mehr so gut in das bunte Treiben rundum das Pie Hole hinein. Ein wenig fehlten mir diesmal die Vielzahl von Überfliegerfolgen, die die erste Staffel noch prägten, auch wenn ich kaum eine Episode mit weniger als 5 Punkten bewertete. Das Finale, das ausgerechnet bei den Serienkillern von Pro7 als Fernsehweltpremiere lief, stülpte der zuckersüßen Untotendetektivsaga ein ruckartiges, aber dennoch gelungenes und damit würdiges Ende über.

5,5 von 6 Punkten

Over The Top: The Legend of Merle McQuoddy, The Norwegians, Kerplunk

26 (Dezember 2008)

27 Mai

Ein Blick auf den aktuellen Zustand der von mir beobachteten Serienlandschaft. Was abgeschlossen ist, wird bewertet. 6 Punkte zücke ich übrigens schon dann, wenn der Großteil der Episoden bei 5 Punkten liegt und dazu noch einige Volltreffer dabei waren, oder anders gesagt: ich runde auf. Wer sich fragt, weshalb es selten mal unter drei Punkte geht, ganz einfach: wenn mir was nicht gefällt, guck ich es einfach nicht mehr.

24: Redemption

Jack Bauer hat mir mit der 6. Staffel von 24 ja schon ein bisschen weh getan. In dem knapp 90-minütigen Intro zur 7. Season ist nix mit CTU und Co, sondern stattdessen Dschungel angesagt. Nicht schlecht, aber auch nicht überragend. Eine routiniert eingetütete Mission des „Dammit“-Man.

4,5 von 6 Punkten

30 Rock

Frau Fey bereichert weiterhin zusammen mit Herrn Baldwin die Comedylandschaft. Überrascht mich immer wieder, auf welche schrägen Gedanken Tina und ihr Autorenteam kommen. Steve Martin als Gavin Volure war ganz große Kunst.

Brothers And Sisters

Nach der eher öden zweiten Staffel geht es wieder rund im Hause Walker. Eine gute Portion Drama und eine im Falle eines Zusammentreffens herrlich dysfunktional auftretende Großfamilie sind weiterhin die Herzstücke der Show.

Californication (Season 2)

Mir gefiel die erste Staffel besser, weil sie sich mehr auf Hank Moody und sein Umfeld konzentrierte. Die aktuellen zwölf Folgen haben mit Ashby zwar eine weitere Figur mit Kultpotenzial, dagegen drängen die für mich eher nervigen Runkles mitsamt ihrer Entourage zu sehr in den Vordergrund. Andererseits sind die in der Show gespielten Songs fast schon einen ganzen Punkt für sich wert. Ohne die Show hätte ich beispielsweise nie die Genialität eines Warren Zevon kennengelernt.

Davon milde gestimmt ziehe ich noch

5 von 6 Punkten

Nächstes Jahr mehr Moody, bitte!
Chuck

Chuck Bartowski alias Charles Carmichael ist der James Bond meines Herzens. Den anderen Typen mit seinem Quäntchen Trost habe ich nicht mal angeschaut. Wozu auch? Denn „Chuck“ hat einfach alles: Action, Agenten, Humor, Ladies, Nerdtum. Auch in der zweiten Staffel enttäuscht keine einzige Episode. Anschauen!
Desperate Housewives

Nach der kleinen Zeitreise konnten mich die Damen der Wisteria Lane nicht so recht begeistern. Zu viel Durchschnittsware in Form von wenig spannenden Erzählungen aus dem „neuen“ Leben der Protagonistinnen. Ab Folge 6 nimmt die Sache aber ordentlich Fahrt auf. Das könnte noch richtig gut werden.
Dexter (Season 3)

Was haben Dexter und eine gut gekühlte Blutkonserve gemeinsam? Beide werden einfach nicht schlecht. Schon die erste Folge beförderte unseren Kleckeranalytiker in ein dickes Schlamassel, das in eine ungewöhnliche Freundschaft, neue persönliche Entwicklungen und Herausforderungen mündete. Zugegebenermaßen konnte der Abschluss der dritten Staffel keinen Knaller mehr hervorbringen, aber die Show läuft auf einem so hohen Qualitätslevel, dass man darüber hinwegsehen kann.

6 von 6 Punkten
Entourage (Season 5)

Entourage ist Ari Gold. Wenn Ari rockt, rockt die Show. Und Ari hat auch in der 5. Staffel wieder mal keinen Fan enttäuscht. Wenn dann auch bei Strahlemann Vince nicht alles klappt und seine Gefolgschaft ein paar witzige Nebengeschichten beisteuert, bin ich mehr als zufrieden.

5,5 von 6 Punkten
Fringe

Wohl der beste Newcomer der bisherigen Saison. Wenn man seine Ansprüche an eine Serie, die von JJ Abrams produziert wurde, von „Heilsbringererwartungen“ auf „gute Mystery-Qualität à la Akte X“ zurechtjustiert, hat man seine Freude. Wie schon erwähnt, fand ich den Piloten nicht so toll, aber danach kam ich ganz gut auf meine Kosten. Der lustig zerstreute Wissenschaftsopi, ein bisserl Verschwörung hier, ein bisserl Ekelszenerie da – fertig ist die leckere Serienmahlzeit. Die abgedrehten Experimente kann ich nicht so recht ernst nehmen, dafür gefällt mir die Richtung, die die Show in den letzten Folgen eingeschlagen hat.

Gary Unmarried

Heitere, klassische Familiencomedy á la „Still Standing“. Hat bei mir mittlerweile „The New Adventures of Old Christine“ verdrängt. Die Qualität der ersten Episoden hat sich bestätigt. Garys Abenteuer kann man immer wieder dazwischen schieben.

Heroes (Volume III: Villains)

Die große Enttäuschung. Was haben Tim Kring und seine Gefolgschaft nur mit der Show angestellt, die ich in ihrer ersten Staffel noch so heiß und innig geliebt habe? Zuerst konnte ich die Folgen nur mit einem stoisch dahingemurmelten „Nicht drüber nachdenken!“ ertragen, danach entglitt die ganze Chose in dermaßen trashige Gefilde, dass ich mir mittlerweile sicher bin: da hat jemand bei Universal in die Tonne mit den angesammelten Comics gegriffen und das ganz unten liegende Exemplar erwischt und verfilmen lassen. Charaktere, deren Entscheidungen man nicht versteht, die wahllos von Gut nach Böse wechseln und ein absolut unnötiger Storybogen um eine Sonnenfinsternis haben mich Folge um Folge leiden lassen. Sylar und Hiro waren mal meine Helden, jetzt schüttele ich nur noch den Kopf, wenn ich sie auf dem Bildschirm sehe.

Bezeichnenderweise ist die beste Folge des Kapitels namens „Villains“ jene, in der ein paar Lücken zu den anderen zwei Staffeln aufgefüllt werden. Okay, der Puppenspielermann war auch noch cool. Vielleicht kann Volume 4 im Zusammenspiel mit dem zurückkehrenden Bryan Fuller noch etwas retten, storytechnisch scheint es weiter arg in Richtung „The 4400“ zu gehen. Wir alle wissen, wo diese Show am Ende angelangt ist…

3 von 6 Punkten

How I Met Your Mother

HIMYM hat seinen Weg gefunden. Barney und seine Freunde bringen sehr gute Comedy mit liebenswerten Figuren auf den Bildschirm. Wen interessiert da schon, wer wirklich die Mother aus dem Titel ist? Von mir aus darf die Show mindestens so lange laufen wie die seligen Friends.

My Name Is Earl

Earl hat sich prächtig von seinem Koma in Staffel 3 erholt. Keine peinlich schnarchigen Ausfälle, sondern Earl und Randy wieder in der Form, wie man sie in den ersten Staffeln geliebt hat. Damit hätte ich ehrlich gesagt nicht gerechnet.

Pushing Daisies

Aus und vorbei mit der Farbenspielerei. Sehr, sehr schade. Mir hat auch die zweite Staffel der überzuckerten, aber morbiden Detektivhatz wirklich viel Freude bereitet. Die aktuell letzte Folge zeigte zudem, dass es keines Falls der Woche bedarf, um eine großartige Episode zu produzieren. Bleibt nur zu hoffen, dass die Show ein würdiges Ende bekommt. Ich werde all die skurrilen Charaktere vermissen.

Rita Rocks

Für ein paar Folgen reingeschaut und als zu leicht befunden. Klassische Comedy, in der eine Hausfrau mit Freunden in ihrer Garage Rockmusik spielt und familiäre Abenteuer erlebt. Für die klassische Familiencomedy habe ich aber – siehe oben – Gary Unmarried und den Rock liefert David Duchovny in Californication eine gute Portion kantiger ab. Sorry, Miss Sullivan.

The Big Bang Theory

Abteilung Geeks made in USA. Weiterhin sehr unterhaltsam mit teils großartigen Episoden. Einen Sheldon im eigenen Freundeskreis hätte ich wahrscheinlich schon windelweich geprügelt. Im Fernsehen ist der Charakter aber überragend lustig, wenn man selbst eine geekige Ader besitzt.

The IT Crowd (Season 3)

Abteilung Geeks made in Britain. Sechs Folgen sind einfach zu wenig. Zumal mich die zweite nicht so sehr begeistern konnte wie restlichen. Dafür hat sich der in Staffel 2 eingeführte neue Boss Douglas Reynholm wirklich in mein Herz gespielt. Schlicht und ergreifend die beste UK-Comedy, die ich kenne. Eigentlich 5,5 aber weil es ja so selten Nachschub gibt:

6 von 6 Punkten

The Middleman (Season 1)

Im Sommer gesehen und weil da eh kaum was Gescheites läuft, fällt meine Wertung milde aus. Hat ein paar richtige Highlights, dann aber auch ein paar dezente Enttäuschungen. An den Protagonisten lag es nicht, eher waren es die Stories, die schwächelten. Wegen der teils liebevollen Überdrehtheit vergebe ich

4,5 von 6 Punkten

The New Adventures Of Old Christine

Nach vier Folgen aufgehört, weil sich die Show bei mir sattgelaufen hat. Wer weiter geschaut hat und schier begeistert von den Folgen danach ist, bitte melden. Vielleicht hole ich den Rest mal nach, aber wirklich nur, weil ich Julia Louis-Dreyfus toll finde.

The Office

Die 5. Staffel hat ihre Schwächen. So musste ich drei Folgen sogar mit für Office-Verhältnisse schmachvollen 4 Punkten bewerten. Die neue Personalleiterin und Liebegespielin von Michael Scott überzeugte mich nicht, Pam war zu weit vom Schuss, von der Schruteness von Dwight zu wenig zu sehen. Aber jetzt wird wieder alles gut, die letzten Episoden bekamen gewohnt verdiente 6 Punkte auf meiner Unterhaltungsskala.

The Simpsons

Alles wie immer. Treehouse Horror ist das Highlight, der Rest schwankt zwischen nett und langweilig. Eigentlich bewertet man die Simpsons auch nicht mehr, man schaut sie einfach aus Respekt weiter.

Two And A Half Men

Bislang eine Staffel ohne Fehl und Tadel. Wer einmal einen Narren an Charlie Harper und seinem trotteligen Bruder nebst Sohnemann gefunden hat, wird mehr als gut bedient. Nicht umsonst die in Amerika beliebteste Sitcom. Auf dem Niveau kann es gerne weitergehen.

Weeds (Season 4)

Das liegt schon länger her, dass ich die vierte Staffel gesehen habe. Ich erinnere mich an ein paar eher schwache Episoden und keinen echten Knaller. Es gab definitiv bessere Saisons für unsere Grashändler. Macht insgesamt gerade noch so

4,5 von 6 Punkten

Worst Week

Im Gegensatz zum britischen Original muss das amerikanische Pendant dummerweise mehr als 7 Folgen füllen. Was dafür sorgt, dass die peinlichen Szenen etwas zu sehr ausdünnen oder gestellt wirken. Spaß kann man dennoch haben, zuviel sollte man aber wirklich nicht erwarten.

25 (Oktober 2008)

27 Mai

Es geht weiter.

Diesmal nur Startschuss-Checks, inklusive eines richtig unerwarteten Comebacks.

The Office (S5E01)

Als offizieller The Office-Fanboy kann man von mir natürlich keine objektive Bewertung dieser Show erwarten. Allein die Tatsache, dass Scott, Schrute & Co. wieder chaotische Büroatmosphäre verbreiten, reicht bereits für sanfte Euphorie. Witzige Story, zwei interessant inszenierte Wiedersehen, was fürs Herz – da hefte ich zufrieden den Dunder Mifflin-Papierbogen ab. Zwei kleine Makel muss ich aber doch erwähnen: die neue Personalchefin ist noch ein wenig blass und Andy Bernard nervt weiterhin. Wenn die Macher meinen Geschmack richtig einschätzen, hetzen sie bald Dwight auf ihn.

My Name Is Earl (S4E01-S4E02)

Earl geht es besser, danke der Nachfrage. Es geht ihm sogar richtig gut. Nach einer vollkommen verkorksten 3. Staffel, in der nicht nur Earl zeitweise im Koma lag, konzentrieren sich die Produzenten endlich wieder auf die Trademarks der Show – Liste durchsehen, seltsamen bis drolligen Leuten helfen, Spaß haben und am Ende ein wenig Wohlgefühl in der guten alten Blutpumpe erzeugen. Die besten Episoden seit langem und damit aktuell Anwärter auf das Comeback der Saison.

Desperate Housewives (S5E01)

Let’s do the time warp again! Was LOST kann, funktioniert auch in der Wisteria Lane, dachten sich die Showrunner und verlegten das Geschehen klotzend statt kleckernd 5 Jahre in die Zukunft. Es haben sich ein paar Dinge verändert, aber für monumentale Umwälzungen fehlte dann doch die Traute. Ein paar neue Kinderrollen, ein bisschen Depression hier, weniger Schminke da – naja. Von der Story her hat es mich nicht umgehauen, da muss demnächst mehr kommen.

Family Guy (S7E01) & The Simpsons (S20E01)

Den Animationsblock hake ich ganz schnell ab. Die Griffins können auch dieses Jahr nicht mehr wie zu seligen Zeiten meinen Lachmuskel treffen und bei den Simpsons darf man sich wie gewohnt an ein, zwei kleinen Gags erfreuen, ansonsten langweilen und irgendwann bei mindestens einem Handlungsstrang die Frage fallen lassen: „Hatten wir das nicht schon mal?“

Chuck (S2E01)

Auf Chuck Bartowski ist einfach Verlass. Die Nerdspy-Show schafft einen Wiedereinstieg, der mich uneingeschränkt überzeugt hat. Michael Clarke Duncan als Gaststar, klasse Action, cooler Einsatz von Geek-Fähigkeiten (Call of Duty) und Yvonne Strahovski in Unterwäsche – da konnte rein subjektiv gesehen ja nichts schiefgehen. Nur die Quoten stimmen nicht. Er spinnt doch ein bisschen, der amerikanische TV-Gucker.

The New Adventures Of Old Christine (S4E01)

Ich erinnere mich mit Schaudern an die Doppelfolge der vergangenen Staffel mit dem Matthew & Barb-Plot. Damals wollte ich wirklich aufhören, die Show zu sehen. Das Finale ging allerdings dank des Seinfeld-Cast-Bonuses in Form von Jason Alexander in Ordnung. Und nun: ein durchschnittlicher Start, nicht schlecht, aber auch nicht gut. Man wird sich wohl daran gewöhnen müssen. In punkto Comedy mit weiblicher Hauptrolle hat 30 Rock mittlerweile mehrere Tina-Fey-Brillenlängen voraus.

Brothers &  Sisters (S3E01)

Exklusiv! Geheimrezept für eine gelungene Brothers & Sisters-Episode entdeckt! Einfach alle Familienmitglieder unter ein Dach stecken und die sich ergebenden Dissonanzen, Frotzeleien und Auseinandersetzungen genießen. Guckt außer mir wahrscheinlich niemand mehr, hat mir aber zum Wiedereinstieg sehr gut gefallen.

Pushing Daisies (S2E01)

Verdammt, ich bin außer Form. Mehrere Monate Abstinenz von Pushing Daisies haben meine Übersetzungsrezeptoren im Hirn zu sehr an normales, amerikanisches Englisch gewöhnen lassen. Weshalb mir bei „Bzzzzz!“, der ersten Folge der zweiten Staffel, wegen der stabreimenden Schnellsprechsätze gewaltig das Hirn brummte. Gut, dass die Show wie auch viele andere Serien ihr eigenes Wiki hat. Auf den ersten Eindruck hin waren Ausstattung und Farbenpracht natürlich wieder fantastisch, die Episode empfand ich jedoch als eher durchschnittlich. Vielleicht ändert sich das beim zweiten Hingucken und -hören. Zusätzlich hole ich mir zu Weihnachten die erste Staffel als BluRay und bete, dass die zweite bis dahin noch läuft.

Gary Unmarried (S1E01)

Überraschenderweise gar nicht schlechte klassische Sitcom mit Jay Mohr um einen frisch geschiedenen Vater von zwei Kindern, der sich mit seiner kratzigen Ex und einer neuen Liebe herumschlägt. Die Punchlines von Ed Yeager (Still Standing) sitzen, weshalb die Serie von mir definitiv eine Chance bekommt. Zumal mich der Pilot mehr überzeugt hat als aktuelle Folgen von New Adventures of Old Christine oder Til Death.

22 (Mai 2008)

27 Mai

Ende Mai verteile ich gerne Zeugnisse für die lieben Autoren und ihre TV-Serien. Weil sich leider einige unschöne Fehlzeiten (dass mir das nicht wieder vorkommt!) angesammelt haben, war der Bewertungszeitraum und die Anzahl der zu beurteilenden Episoden diesmal etwas kürzer. Und meiner rein subjektiven Erfahrung nach sind einige Shows auch etwas holprig auf den Bildschirm zurückgekehrt.

30 Rock (2. Staffel)

Liz und Jack haben auch für den Rest der zweiten Staffel nichts anbrennen lassen. Mit Ausnahme der etwas langweiligen Episode „Cougars“ wurde dem Zuschauer gute bis sehr gute Comedykost serviert. Drei Mal ging es bei mir punktemäßig in die Vollen, jedes Mal waren bekannte Gaststars beteiligt. Ein Trend?

Lieblingsepisoden: 2×01 Seinfeld Vision, 2×05 Greenzo, 2×15 Cooter

Wertung: 5 von 6 Punkten

Aliens In America (1. Staffel)

Keine Fortsetzung werden die Abenteuer des pakistanischen Austauschschülers Raja erleben, insofern lag ich mit meiner ersten Einschätzung richtig. Scott Patterson als Familienvater hat so manche Episode veredelt und auch der Rest des Casts sorgte für einige Humor-Highlights. Insgesamt lege ich wegen der Steigerung im letzten Drittel der Laufzeit noch einen halben Punkt drauf und werde die Show doch ein wenig vermissen.

Lieblingsepisoden: 1×12 Hunting, 1×11 Mom’s Coma, 1×05 Help Wanted

Wertung: 4,5 von 6 Punkten

Back To You (1. Staffel)

Große Namen garantieren auch keine Fortsetzung, wie ich im Falle von „Back To You“ feststellen musste. Bis zur streikbedingten Pause machte mir die Fernsehstudiocomedy ziemlich viel Spaß, danach trat die Truppe humormäßig jedoch arg auf der Stelle. Vor allem die Story um die Tochter Gracy hätte man besser nicht schon in der ersten Staffel weiter ausbreiten sollen. Aber vielleicht ahnte man schon die Absetzung. Wegen des guten Starts und ein wenig Nostalgie noch 5 Punkte.

Lieblingsepisoden: 1×02 Fish Story, 1×07 Something’s Up There, 1×06 Gracie’s Bully

Wertung: 5 von 6 Punkten

Battlestar Galactica (4. Staffel bis Episode 08)

Starbuck & Co müssen weiterhin auf das Abschlusszeugnis warten. Die Tendenz des Zwischenzeugnisses: es geht nach extrem schwachem Start langsam aufwärts. Die verbleibenden zwei Folgen muss aber noch ein Knaller kommen, um mich danach als Weltall-Actionfan (laut aintitcool bis zum Februar 2009) bei der Stange zu halten.

Lieblingsepisoden: 4×07 Guess What’s Coming To Dinner, 4×06 Faith

Wertung: 4 von 6 Punkten

Brothers & Sisters (2. Staffel)

Noch eine Serie, der der Streik nicht sonderlich gut getan hat. Nach einem starken Start langweilte mich vor allem der Handlungsstrang um Isaac Marshall alias Danny Glover, die Kandidatur-Story wurde viel zu abrupt beendet und überhaupt überzeugten mich die Geschichten weniger. Gegen Ende wird es spannender, ehe im Finale etwas gezwungen wieder ein bereits eigentlich gelüftet geglaubtes Familiengeheimnis ausgegraben wird. Staffel 3 bitte ohne Durchhänger.

Lieblingsepisoden: 2×01 Home Front, 2×15 Moral Hazard, 2×07 36 Hours

Wertung: 5 von 6 Punkten

Desperate Housewives (4. Staffel)

Breites Mittelfeld mit weniger als einer Handvoll richtiger Highlights, so steht es dieses Jahr im Zeugnis der Damen aus der Wisteria Lane. Weshalb man auf die im wahrsten Sinne des Wortes turbulente Tornado-Folge noch das langweilige „Welcome To Kanagawa“ folgen lassen musste, bevor es in die Pause ging, ist mir ein Rätsel. Mysterymäßig ging die Staffel in Ordnung, ohne mich jetzt vor Spannung erbeben zu lassen. Einen kleinen Rüffel gibt es für die Autoren, weil sie ganz offensichtlich für die Abschlussarbeit von den Kollegen bei LOST abgeschrieben haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das verwendete Stilmittel in der Show funktionieren würde und ordne seine Verwendung im Finale eher als Griff in die Zauberkiste ein, den man nicht konsequent weiterverfolgen wird. Weil Nathan Fillion mitgewirkt hat, lege ich noch einen halben Punkt Kultkutterkapitänsbonus drauf.

Lieblingsepisoden: 4×09 Something’s Coming, 4×01 Now You Know, 4×07 You Can’t Judge A Book By Its Cover

Wertung: 4,5 von 6 Punkten

How I Met Your Mother (3. Staffel)

Ich gestehe, die Personalie Britney Jean Spears nagt an mir. Wer auch immer das Gerücht in die Welt gesetzt hat, dass die Poppuppe demnächst fester Bestandteil des Casts werden soll, hat mir mächtig Angst eingejagt. Nach einem holprigen Start konnte sich die Show erfreulicherweise fangen und auf einem hohen Niveau einpendeln. Im Finale wurden mir die Beziehungstrennungs- und Beziehungsbeibehaltungskisten ein wenig zu schnell übereinandergestapelt und mittlerweile habe ich das Gefühl, dass die im Titel erwähnte Mutter frühestens in der allerletzten Folge mit den Worten „Hey kids, your mother just came in! Go and ask her how i met her, i only remember the girls i had before her“ eingeführt wird. Sarah Chalke sehe ich in jedem Fall gern und solange Barney nicht in eine andere Rolle als der des Weisheiten absondernden Playboys gesteckt wird, bleibt alles weitgehend größtenteils awesome.

Lieblingsepisoden: 3×11 The Platinum Rule, 3×08 Spoiler Alert, 3×05 How I Met Everyone Else

Wertung: 5,5 von 6 Punkten

LOST (4. Staffel)

Der Weg ist das neue Ziel. Bisher war man es als Zuschauer von Action-Drama-Serien gewohnt, gemeinsam mit seinen Helden dem Ende einer Staffel fingernägelkauend entgegen zu zittern. Das war den Verantwortlichen der Inselshow jedoch zu langweilig, weshalb sie gleich vorab das Ende erst kurz andeuteten, später breiter ausführten und dem weiterhin angespannten Zuschauer die Episoden bis dahin mit der Frage konfrontierten, wie es genau dazu kommen konnte.

Die Flash Forwards haben u.a. die vierte Staffel von LOST geprägt und damit für eines der Highlights der Saison 2007/2008 gesorgt. Zusammen mit teils schlicht alles überragenden Episoden, hervorragenden schauspielerischen Leistungen (allen voran Michael Emerson als Benjamin Linus), perfekt inszenierter Action und immer wieder verwundernswerter Rätselhaftigkeit ergibt das eine Mischung, vor der ich die Höchstwertung ziehe. Daran kann auch nichts ändern, dass das Finale für mich keinen großen Knaller mehr bieten konnte, sondern eben nur einen runden und würdigen Abschluss bildete. Ich bin gespannt, mit welchen Kniffen die Macher die Spannungskurve in Staffel 5 hoch halten werden. Die Aussicht auf die Geschichte von Jeremy Bentham alleine zündet bei mir jedenfalls noch nicht.

Lieblingsepisoden: 4×09 The Shape Of Things To Come, 4×05 The Constant, 4×11 Cabin Fever (u.v.m)

Wertung: 6 von 6 Punkten

Monk (6. Staffel)

Nach der Snoop Doggy Dog-Folge (die mir in der deutschen Fassung spritziger rüberkam) hat sich unser Adrian gefangen und genug gute Folgen geboten, um mich als Fan zufrieden zu stellen. Natürlich sind die Fälle lange nicht mehr so genial gestrickt wie früher und wirken eher konstruiert, aber 5 Punkte sind noch dicke drin.

Lieblingsepisoden: 6×01 …And His Biggest Fan, 6×06 …And The Buried Treasure, 6×15+16 …Is On The Run

Wertung: 5 von 6 Punkten

My Name Is Earl (3. Staffel, Episode 20)

Ich bin noch nicht ganz durch mit Earl und Randy, was auch damit zusammenhängt, dass mich die Show schwer enttäuscht hat. Weshalb musste man von dem bewährten Konzept der ersten Staffeln abweichen? Earls Aufenthalte im Gefängnis und im Koma produzierten so ziemlich das Schwächste, was ich comedymäßig diese Saison gesehen habe. Vor allem die trauminduzierte Sitcom „The Hickeys“ führte mich ständig in Versuchung, den Vorspulknopf zu lokalisieren. Hoffentlich finden die Produzenten für Staffel 4 wieder zu alter Stärke zurück, sonst taucht die einst so hoffnungsvoll begonnene Hinterwäldersaga bald nicht mehr auf meiner Liste auf.

Lieblingsepisoden: 3×07+08 Our Other Cops Is On, 3×13 Bad Earl

Wertung: 3 von 6 Punkten

Scrubs (7. Staffel)

Die 7. Staffel ist jetzt keine Enttäuschung, aber der Zahn der Zeit nagt doch stark am Geschehen im Sacred Heart-Hospital, was die Frische und Qualität der gebotenen Comedy anbelangt. Derbe Ausrutscher gab es keine, aber richtige Highlights drängten sich auch nicht auf. Die Figuren wirken allesamt ausgereizt, alle Gags und Seltsamkeiten glaubt man im Laufe der vergangenen 7 Jahre irgendwann schon mal besser gesehen zu haben. Vielleicht pumpt der Wechsel zu ABC in der kommenden Staffel ja frisches Blut in die Show.

Lieblingsepisoden: 7×02 My Hard Labor, 7×03 My Inconvenient Truth

Wertung: 4 von 6 Punkten

The Big Bang Theory (1. Staffel)

Für mich die große, positive Überraschung des Jahres im Bereich Comedy. Nach den ersten vier Folgen hätte ich keinen Cent mehr auf die vier Geeks gesetzt. Dies schien allerdings die Experimentierphase gewesen zu sein, denn danach legte Schöpfer Chuck Lorre irgendeinen Schalter um und hatte schwuppdiwupp die Erfolgsformel entdeckt. Eventuell half der Show auch, dass mit Chuck eine weitere liebenswert nerdige Show sich frühzeitig in die Pause verabschiedet hat. Wie auch immer: alleine aus Sheldons hirnverdrehenden Thesen und Diskussionsansätzen könnte man die erste Talkshow stricken, die ich mir anschauen würde.

Lieblingsepisoden: 1×13 The Bat Jar Conjecture, 1×10 The Loobenfeld Decay, 1×17 The Tangerine Factor

Wertung: 5,5 von 6 Punkten

The New Adventures Of Old Christine (3. Staffel, Episode 8)

Ich hänge hinterher, was die neuen Abenteuer von Julia Louis-Dreyfus anbelangt. Ich vermute einen engen Zusammenhang mit den wenig berauschenden Episoden, die ich bisher gesehen habe. Meiner Meinung nach droht die Show langsam im komödiantischen Mittelmaß zu versinken. Weil der Cast drumherum wenig hilfreich ist, müsste Christine sich schon selbst aus dem Sumpf ziehen. So langsam glaube ich daran aber nicht mehr.

Lieblingsepisoden: 3×07 House, 3×02 Beauty Is Only Spanx Deep

Wertung: 3,5 von 6 Punkten

The Office (4. Staffel)

Nein, ich schaffe es nicht, auch nur einer Folge dieser Show mal lediglich 4 von 6 Punkten zu geben. Es geht nicht. Mögen manche Verhaltensweisen von Scott & Schrute nicht mehr als kopfschüttelnd skurril, sondern einfach nur als dämlich rüberkommen. Mit großer Überwindung ziehe ich von der Standardhöchstnote einen halben Zähler ab. Als kleiner Anreiz für die fünfte Season. Und weil mir die schönen Reibereien zwischen Toby und Michael fehlen werden.

Lieblingsepisoden: 4×06 Branch Wars, 4×04 Money, 4×09 Survivor Man (u.v.m)

Wertung: 5,5 von 6 Punkten

The Simpsons (19. Staffel)

Eine der wenigen Shows, die vom Autorenstreik unberührt blieben. Was jetzt nichts an der traditionellen Qualitätsverteilung innerhalb einer Simpsons-Staffel jüngeren Datums geändert hat. Viel Durchschnitt, viel Mäßiges, ein Totalausfall und ein paar Perlen. Wer meine unten aufgeführten Lieblingsepisoden gesehen hat, kann sich den Rest beinahe sparen.

Lieblingsepisoden: 19×08 Funeral For A Fiend, 19×05 Treehouse Of Horror XVIII, 19×14 Dial N For Nerder

Wertung: 3,5 von 6 Punkten

Two And A Half Men (5. Staffel)

Nach einem guten Start der Abstürzer der Saison. Mir drängt sich der Eindruck auf, dass Chuck Lorre sich im Laufe der Saison zunehmend auf seine zweite Comedy „The Big Bang Theory“ konzentrierte und Charlie, Alan und Jake der B-Besetzung der Autorenriege überlassen hat. Vor allem die letzten Folgen waren mit Ausnahme des CSI-Gastauftritts in „Fish In A Drawer“ erschreckend dröge. Da muss Bertha mal tüchtig durchwischen, damit es wieder aufwärts geht.

Lieblingsepisoden: 5×08 Is There A Mrs. Waffles?, 5×02 Media Room slash Dungeon, 5×11 Meander To Your Dander

Wertung: 4,5 von 6 Punkten

ABSCHLUSSZEUGNIS US TV-SAISON 2007/2008

Hervorragend:
LOST, Dexter, Pushing Daisies, Chuck

Sehr Gut:
The Office, Californication, How I Met Your Mother , The IT Crowd, The Big Bang Theory, Weeds, Curb Your Enthusiasm

Gut:
30 Rock, Back To You, Brothers & Sisters, Monk

Befriedigend:
Heroes, Aliens In America, Desperate Housewives

Durchschnittlich:
Battlestar Galactica, Scrubs, Two And A Half Men

Mäßig:
The New Adventures Of Old Christine, Reaper, The Simpsons

Enttäuschend:
My Name Is Earl

Ungenügend:
Flash Gordon

20 (Dezember 2007)

27 Mai

Nur noch wenige Stunden, dann ist das Jahr Geschichte. Da trifft es sich gut, dass ich dank des Autorenstreiks bereits jetzt ein Fazit der TV Saison 2007 ziehen darf. Beziehungsweise leider muss.

Wie gewohnt verläuft die Wertungsskala von 1 (=buh) bis 6 (=hurra) Punkten; zusätzlich erwähne ich noch den Namen der Folgen, die mir am besten gefallen haben. Nein, ich habe kein Mammutgedächtnis, aber eine Datenbank, in der ich jede einzelne Folge bewerte. Falls ich mal Lust auf einen Best of US-TV Serienabend haben sollte. Serien, von denen ich weniger als drei Folgen gesehen habe, fallen durch das Raster.

30 Rock (2. Staffel Episoden 01-09)

Liz Lemon und Jack Donaughy enttäuschen auch in der zweiten Staffel nicht, sondern legen meiner Meinung sogar noch ein bißchen zu. Vor allem Jane Krakowski hat man besser in das Ensemble eingebunden und mit komischen Auftritten gesegnet. Dafür kriegt Judah Friedlander als freakiger Autor in den letzten Folgen leider zu wenig gute Szenen ab. Insgesamt lege ich im Vergleich zur ersten Staffel noch einen halben Punkt drauf.

Lieblingsepisoden: 2×01 Seinfeld Vision, 2×05 Greenzo

Wertung: 5 von 6 Punkten

Aliens In America (1. Staffel Episoden 01-10)

Die Show um den pakistanischen Austauschschüler hat sich erstaunlicherweise gut gehalten. Vor einem halben Jahr war ich mir noch sicher, dass aus den Stories schnell die Luft heraus sein könnte. Sichtbar gut getan hat der Serie die Verpflichtung von Scott Patterson, der den geplagten Familienvater sehr sympathisch und witzig portraitiert. Ach ja, der gute, alte Luke aus den Gilmore Girls. Für die ganz hohen Wertungsweihen reicht es nicht, für nette Unterhaltung aber allemal.

Lieblingsepisoden: 1×04 The Metamorphosis

Wertung: 4 von 6 Punkten

Back To You (1. Staffel Episoden 01-07)

Ich entschuldige mich vorab bei allen, die mit Shows wie „Frasier“ oder „Everybody Loves Raymond“ nichts anfangen können und nur hippe Serien mit jungen/kaputten/seltsamen Charakteren cool finden. „Back To You“ ist klassische (Spötter mögen hinzufügen: altmodische) Comedy, aber die Show funktioniert auf dieser Ebene für meine Ansprüche fast perfekt. Kelsey Grammer und Patricia Heaton als Moderationspaar werfen sich die Gags gekonnt zu und füllen damit die Lücke, die ihre dauerbrennenden ex-Serien im Programmplan gerissen haben. Wer mit dem Stil zurecht kommt, wird bestens unterhalten.

Lieblingsepisoden: 1×02 Fish Story, 1×07 Something’s Up There

Wertung: 5,5 von 6 Punkten

Brothers & Sisters (2. Staffel Episoden 01-09)

Von Pro7 geschickt zu Tode gesendet, bleibt „Brothers & Sisters“ weiterhin mein Favorit in der Kategorie Familiendrama. Zugegebenermaßen ohne direkte Konkurrenz, was eine Bewertung schwierig macht. Dennoch: wenn es darum geht, wahlweise Betrübnis oder Erleichterung darüber zu empfinden, nicht Teil einer Großfamilie zu sein, führt an dieser Show nichts vorbei. Zudem erwische ich mich beschämenderweise dabei, die menschlich-dramatischen Fehlentscheidungen der Charaktere wie ein soapabhängiges Waschweib lauthals zu kommentieren. Anlässe dafür gibt es immer reichlich. Die zweite Staffel steht in der Hinsicht der ersten in nichts nach.

Lieblingsepisoden: 2×01 Home Front, 2×07 36 Hours

Wertung: 5,5 von 6 Punkten

Californication (1. Staffel Episoden 01-12)
Ich bin noch nicht ganz durch, aber was ich bisher gesehen habe, rechtfertigt schon jetzt eine hohe Wertung. „Californication“ ist das Kontrastprogramm zu „Back To You“ und dass mir beide Shows zusagen, liegt entweder an meinem breitgefächerten oder seltsamen Geschmack. Ich bilde mir auf beide Varianten etwas ein.

David Duchovny hat mit der Rolle des völlig fertigen und daher irgendwie auch verdammt lässigen Schriftstellers Hank Moody seine schauspielerische Bestimmung gefunden. Sind wir doch ehrlich: wenn wir im echten Leben nur zwei bis drei Sätze oder Aktionen von uns Hank rauslassen könnten, wir würden uns fühlen wie ein König auf einer eigens für ihn inszenierten Parade. Zu Beginn überzeugte die Show durch nacktbrüstige Offenheit (was mit der Zeit leider nachließ), später durch die konventionsbrechenden Dialoge und Situationen.

Lieblingsepisoden: 1×01 Pilot, 1×06 Absinthe Makes The Heart Grow Fonder, 1×09 Filthy Lucre

Wertung: 5,5 von 6 Punkten

Chuck (1. Staffel Episoden 01-11)

Eine der herausragenden neuen Shows in diesem Fernsehjahr. Chuck schafft geschickt den Spagat zwischen sympathischem Nerdtum und spannender Agentenstory, nimmt sich selbst erfrischenderweise aber nicht zu ernst. Oder glaubt wirklich jemand, dass man den gesamten Inhalt des CIA- und NSA-Archivs durch einmaliges Anschauen in seinem Hirn abspeichern und abrufen kann? Den Sonderpreis für die beste Darstellung eines Computerfreaks geht eindeutig an Zach Levy. Ach ja, es spielen auch viele gutaussehende Frauen mit. Nicht dass das in die Bewertung miteinfließen würde. Also jedenfalls fast nicht. Da ich bis dato keine der Episoden unter 5 Punkten bewerten konnte, zusätzlich auch ein paar 6 Punkte einstreichen konnten, gibt es die Höchstpunktzahl.

Lieblingsepisoden: 1×01 Pilot, 1×07 Chuck vs. The Truth, 1×10 Chuck vs. The Nemesis

Wertung: 6 von 6 Punkten

Curb Your Enthusiasm (6. Staffel Episoden 01-10)

Was war die Freude groß, als Larry David wieder auf dem Bildschirm auftauchte. Und natürlich bedient der Großmeister seine Fans erneut mit Peinlichkeiten, die eigentlich schon längst in den Sprachschatz aufgenommen werden müssten. Im Sinne von „Heute habe ich mir wieder einen Larry geleistet“. Ein wenig an der 6. Staffel muss ich doch herumkritteln: denn die letzten Folgen waren leider deutlich unter dem Schnitt und schmälerten den Gesamteindruck. Insgesamt zählte ich fünf herausragende, drei gute und zwei mäßige Episoden. Letztere vermasseln leider die Höchstnote.

Lieblingsepisoden: 6×03 The Ida Funkhouser Roadside Memorial, 6×04 The Bathroom Monitor, 6×07 The TiVo Guy

Wertung: 5,5 von 6 Punkten
Desperate Housewives (4. Staffel Episoden 01-09)

Neben „Brothers & Sisters“ die zweite Serie, bei der ich als Kerl wohl eher nicht zur Zuschauerkerngruppe zähle. Kann ich was dafür, dass es auch tolle Shows mit Frauen in der Hauptrolle gibt? Eben. Im Gegensatz zur dritten Staffel sind diesmal alle Damen wieder vollzählig und ständig an Bord. Der Mysteryfaden ist wieder stärker gespannt, die Show hat ein gut eingependeltes Niveau erreicht, Ausrutscher nach unten gibt es gar keine. Nach oben hin überzeugen immerhin drei Folgen mit der Höchstwertung, dafür sieht der Bereich der sehr guten Episoden (also 5 Punkte) mit einem Vertreter eher mau aus. Einen halben Punkt ziehe ich noch ab, weil mir doch schnell klar war, welcher Ehegatte in der bis dato letzten Ausgabe der Show wie angekündigt sterben würde.

Lieblingsepisoden: 4×01 Now You Know, 4×07 You Can’t Judge A Book By Its Cover

Wertung: 5 von 6 Punkten

Dexter (2. Staffel Episoden 1-12)

Der große Vorteil bei Dexter ist schon einmal, dass unser liebster Serienkiller eine komplette Staffel zur Bewertung vorlegen kann. Und diese ist genauso genial wie die erste. Während ich am Beginn der neuen Abenteuer der Heroes zu verzweifeln drohte, schlug mich Dexter von der ersten Minute an erneut in seinen Bann. Spannend, blutig und mit schwarzhumorigen Sprüchen ausgestattet wird die Story um den Bay Harbor Butcher bis zum dramatischen Ende vorangetrieben. Wenn ich unbedingt meckern wollte, könnte ich erwähnen, dass mich die bleiche Spindeldürre aus Britannia kurz genervt hat und dass in der letzten Folge die Brandszene zu aufgesetzt wirkte. Aber das sind minimale Kritikpunkte, die „Dexter“ seine verdienten 6 Punkte nicht abspenstig machen können.

Lieblingsepisoden: 2×01 It’s Alive!, 2×02 Waiting To Exhale, 2×09 Resistance Is Futile

Wertung: 6 von 6 Punkten

Flash Gordon (1. Staffel Episoden 01-08 (danach aufgegeben) )

Damit mir niemand vorwerfen kann, ich würde das Wertungsspektrum nicht vollständig ausnutzen, nehme ich Flash Gordon in diesen Beitrag mit auf. Üblicherweise schaue ich qualitativ schlechte Shows nicht über einen längeren Zeitraum, sodass diese sich gar nicht für eine Bewertung qualifizieren. Da mein Bruder aber die Hoffnung nicht aufgeben wollte, guckte ich eben doch mehrere Folgen rein. Und verweise auf meine Besprechung zur ersten Episode. Besser geworden ist es später definitiv nicht.

Lieblingsepisoden: nada

Wertung: 1 von 6 Punkten

Heroes (2. Staffel Episoden 01-11)

Nur sehr schleppend kamen unsere Helden in der neuen Staffel in die Gänge. Ich habe wirklich kurzzeitig gerätselt, ob meine Begeisterung für die erste Season übertrieben gewesen war. War sie nicht, denn viele Fans meckerten über die langsame Storyentwicklung während des zweiten Kapitels der Saga. Viele neue Charaktere wurden eingeführt, deren Sinn für die Hauptstory sich im Nachhinein nicht so recht erschließen mag, unser aller Liebling Hiro war -viel zu lange von seinem Kumpel Ando getrennt- in einem eher langweiligen Setting gefangen, Sylar bekam zugunsten eines neuen Bösewichts zu wenig Sendezeit verpasst und manche Entscheidung von Mohinder kann ich immer noch nicht nachvollziehen. Wenigstens zimmerte der von der Kritik gescholtene Tim Kring zumindestens noch ein recht gelungenes Finale, das Hoffnung für die dritte Staffel macht.

Lieblingsepisoden: 2×08 Four Months Ago…, 2×11 Powerless

Wertung: 4,5 von 6 Punkten

How I Met Your Mother (3. Staffel Episoden 01-11)

Barney Stinsons „Wait for it“-Spruch ist Kult, leider schienen sich die Macher zu Beginn der dritten Staffel ein wenig zu sehr daran zu orientieren. In der Tat musste ich mich als Fan bis zur vierten Folge gedulden, ehe der Humor endlich wieder zündete. Vor allem die Figur der „Should-Be-Mother“ Cobey Smulders hing zu Beginn ziemlich alleingelassen in der Luft. Danach allerdings nahm die Show stetig an Fahrt auf und präsentierte gegen Schluss erneut legendäre Momente. Für den eher durchwachsenen Start gibt es jedoch einen Punkt weniger.

Lieblingsepisoden: 3×08 Spoiler Alert, 3×11 The Platinum Rule

Wertung: 5 von 6 Punkten

Monk (6. Staffel Episoden 01-10)

Mister Monk bleibt uns ja erfreulicherweise die nächsten Wochen erhalten, da er seine Abenteuer immer zur Midseason startet und danach eine Pause macht, eher es zum jeweils neuen Jahr weitergeht. Ich habe ja bereits erwähnt, dass die Fälle nicht mehr so genial konzipiert sind wie früher; das tat der guten Unterhaltung, die ansonsten von der Serie ausging, bisher keinen Abbruch. Allerdings weist die nunmehr 6. Staffel mit der Episode „Mr. Monk And The Rapper“ meiner Meinung nach einen Totalausfall vor (mehr als zwei Punkte konnte ich dafür einfach nicht verteilen). Darüber hinaus überzeugten mich zu wenige Folgen komplett, sodass ich deutlich weniger Punkte vergeben kann. Sollte die Show mit einem tollen Finish zu Ende gehen (z.B. der Aufklärung des Mordes an Trudy), lege ich gerne noch nach. Gemessen am aktuellen Leistungsstand gibt es 4,5 Punkte.

Lieblingsepisoden: 6×01 …And His Biggest Fan, 6×06 …And The Buried Treasure

Wertung: 4,5 von 6 Punkten

My Name Is Earl (3. Staffel Episoden 01-11)

Die große Enttäuschung der Saison. My Name Is Earl funktionierte die erste und zweite Staffel (mit Abstrichen) so einfach und gut. Blick auf die Liste, kurzer Abriss der Vorgeschichte, Einführung von bizarren/komischen Charakteren, Trotteleien von Earl und Randy, Auftritte von Darnell, Joy und Katalina, Auflösung, Wohlgefühl.

Zu Beginn der dritten Staffel landet Earl im Knast. Nix mit der Liste. Vorbei mit Karma. Stattdessen mäßig witziger Knastalltag. Sorry, aber das liegt nicht mehr auf meiner Humorlinie. Der Großteil der Folgen schwankt zwischen zwei und drei Punkten, ein paar Ausreißer wie das an gute Zeiten erinnernde „Our Other Cops Is On“ retten das Ganze vor dem totalen Absturz.

Lieblingsepisoden: 3×07, 3×08 Our Other Cops Is On

Wertung: 3 von 6 Punkten

Pushing Daisies (1. Staffel Episoden 01-09)

Schnell ein Highlight hinterher, um die in den Zeilen obendrüber zum Ausdruck gekommene Enttäuschung zu verdrängen. Pushing Daisies ist wunderbar, bezaubernd, skurril, erfrischend. Die Dialoge erreichen stellenweise gilmoregirlssche Geschwindigkeit, der Herzschmerzfaktor zwischen den Protagonisten wird durch die herrlich zynische Figur des Emerson Cod entzuckert, die in den Folgen auftauchenden Charaktere sind großartig überdreht, der kommentarische Märchenonkel kultig und auf den Clou mit der Wiederbelebung inklusive diverser unschöner Haken muss man erst mal kommen. Schlicht und ergreifend ganz großes Fernsehkino. Okay, erschwerenderweise habe ich mich auch noch ein wenig in Anna Friel verschossen. Höchstwertung.

Lieblingsepisoden: 1×01 Pie-lette, 1×02 Dummy, 1×08 Bitter Sweets, 1×09 Corpsicle

Wertung: 6 von 6 Punkten

Reaper (1. Staffel Episoden 01-10)

Das hätte so schön werden können. Nach der ersten Folge war ich mir sicher: die Show wird ein Highlight der neuen Saison. Der charmante Teufel, der liebenswerte Antiheld, sein bescheuerter Kumpel und zu allerlei Blödsinn einladende Seelenfangspielzeuge. Am Ende steht jedoch die große Ernüchterung. Denn die Drehbuchautoren bekommen aus diesen Bestandteilen einfach keine spaßigen 40 Minuten hin. Die Liebesgeschichte ödet mich recht schnell an, der Teufel lahmt langsam, die Geschichten sind zu wenig abgedreht komisch. Machte Kevin Smith, der bei der Pilotfolge mitmischte, wirklich den großen Unterschied? In dem Fall: bitte nochmal reinschauen, Kevin! Oder Bryan Fuller von „Pushing Daisies“ um verqueren Rat fragen.

Lieblingepisoden: 1×01 Pilot, 1×06 Leon

Wertung: 3,5 von 6 Punkten

Scrubs (7. Staffel Episoden 01-06)

Aufsteigende Form bei Zach Braff und Freunden zur finalen Saison von Scrubs. Man spürt, dass die Truppe zum Abschluss der lustigsten Krankenhauscomedy aller Zeiten nochmal alles aus sich herausholen will. Natürlich erreicht man dabei nicht das Niveau der ersten Staffeln, aber das Unterhaltungspotenzial ist doch wieder leicht höher anzusiedeln, sodass man als Fan wehmütig die verbleibenden Folgen zählt. Hoffentlich fällt das verdiente würdige Ende für die Show nicht wegen des Autorenstreiks ins Wasser.

Lieblingsepisoden: 7×01 My Own Worst Enemy, 7×02 My Hard Labor

Wertung: 5 von 6 Punkten

The Big Bang Theory (1. Staffel Episoden 01-08)

Schauspieler in nerdigem Auftrag haben es schwer. Denn die Konkurrenz heißt „The IT Crowd“ und scheint übermächtig. „The Big Bang Theory“ machte demfolgend zu Beginn auch eine sehr schlechte Figur. Zu überzeichnet und eindimensional waren die Charaktere, zu lustlos die Dialoge. Später schaute ich doch nochmal rein und durfte mir eine gewisse Besserung notieren. Es scheint, als hätte „Two And A Half Men“-Autor Chuck Lorre ein wenig Anlaufzeit gebraucht, um die Show in den Griff zu bekommen. Wie schon bei Aliens In America langt es nicht zum großen Wurf, aber für den Geek-Snack zwischendurch gar nicht mal so schlecht.

Lieblingsepisoden: 1×06 The Middle Earth Paradigm, 1×07 The Dumpling Paradox

Wertung: 4 von 6 Punkten

The IT Crowd (2. Staffel Episoden 01-06)
Wenn man vom Teufel spricht, kommt er direkt um die Ecke. Da ich hier bereits meine Eindrücke hinterlassen habe, schiebe ich nur kurz die Wertung hinterher. Nach der stocksteifen deutschen Version sehne ich mich jetzt schon nach Staffel 3.

Lieblingsepisoden: 2×01 The Work Outing, 2×03 Moss And The German

Wertung: 5,5 von 6 Punkten

The Office (4. Staffel Episoden 01-08)

Was soll ich zur besten US-Comedyserie der letzten Jahre schreiben? Sie ist weiterhin großartig! Dass die Beziehung zwischen Pam und Jim mittlerweile offen gelegt ist, schadet der Show nicht. Denn dafür läuft Steve Carell zur Höchstform auf – sei es als Langstreckenläufer, Überlebenskünstler in der Wildnis, Geschenkkorbfanatiker oder IT-Kritiker. Und Dwight Schrute in Second Life ist… ich hör schon auf. Volle Punktzahl.

Lieblingsepisoden: 4×01 Fun Run, 4×04 Money, 4×06 Branch Wars

Wertung: 6 von 6 Punkten

The Simpsons (19. Staffel Episoden 01-09)

Hier kann ich mich ebenfalls kurz fassen. Alle Symptome wie immer: die Halloween-Episode gelungen, ein bis zwei richtig gute Folgen (die mit Sideshow Bob war extrem spaßig), der Rest ist Mittelmaß. Wer vor Aufregung dachte, dass nach dem überaschend guten Film nun auch die Serie nachlegt, darf sich entspannen. Immerhin ist die Staffel bereits abgedreht und insofern von den WGA-Streiks nicht betroffen.

Lieblingepisoden: 19×05 Treehouse Of Horror XVIII, 19×08 Funeral For A Fiend

Wertung: 4,5 von 6 Punkten

Two And A Half Men (5. Staffel Episoden 01-10)

Alles wie gehabt im Hause Harper. Die Show läuft auf denselben eingefahrenen und gut geschmierten Bahnen wie seinerzeit „Frasier“ oder „Everybody Loves Raymond“. Jeder Akteur kennt seine Rolle und liefert genau das, was erwartet wird. Enttäuschungen gibt es so gute wie keine, aber auch nur ein überragendes Highlight: Charlie als Interpret von Kinderliedern. Ich lag am Boden.

Lieblingsepisoden: 5×05 Putting Swim Fins On A Cat, 5×08 Is There A Mrs. Waffles?

Wertung: 5 von 6 Punkten

Weeds (3. Staffel Episoden 01-15)

Auch in der dritten Staffel begeistern die Abenteuer unserer liebsten Grasverkäuferin. Der niederträchtig gemeine Cliffhanger wird zu Beginn in gewohnt urkomischer Manier aufgelöst, die darauffolgenden Folgen leisten sich keinerlei Schwäche, vor allem die Dealer-Gang um U-Turn ist großartig gecastet worden. Wie bei Californication bin ich noch nicht ganz durch, aber ich weiß, dass mich Nancy Botwin und Co. nicht enttäuschen werden.

Lieblingsepisoden: 3×01 Doing The Backstroke, 3×07 He Taught Me How To Drive By, 3×07 The Two Mrs. Scottsons

Wertung: 5,5 von 6 Punkten

8 (Mai 2007)

27 Mai

Genauer gesagt für die TV-Serien, die sich im US-Fernsehen etabliert haben und in just jenem Monat ihre aktuelle Saison zu Ende bringen. Zeit für einen kurzen Rückblick (den ich natürlich möglichst spoilerfrei halten will) und furchtbar subjektiv verteilte Bewertungspunkte. Was es übrigens nicht mindestens auf 7 ausgestrahlte Episoden gebracht hat, fällt unter den Tisch.

30 Rock

Der eindeutige Sieger im Kampf der „Show behind the Show“-Serien, da der Konkurrent „Studio 60 on Sunset Strip“ leider nie so recht die Gunst des Publikums gewinnen konnte. Den Machern wurde schnell klar, dass Jane Krakowski wenig ankommt, weshalb ihre Auftritte immer sporadischer ausfielen. In der nächsten Staffel wird man sich wahrscheinlich gar nicht mehr an sie erinnern. Neben dem immer grinsenden Jack McBrayer („Keith“) und der stets gebeutelten Tina Fey ist natürlich Alec Baldwin als schmieriger „Vice President of East Coast Television“ (formerly „Vice President of East Coast Television and Microwave Oven Programming“) DAS Highlight der Show. Man darf gespannt sein, ob Mr. Baldwin sich wirklich aus der Serie zurückzieht, um im realen Leben seinem Töchterlein ein zumindest verbal netterer Daddy zu sein. Wäre gut für die Familie, aber eher schlecht für 30 Rock.

4,5 von 6 Punkten

Brothers & Sisters

Ein bisschen Familiendrama muss auch mal sein, immer nur Action und Fun wird auf Dauer langweilig. Meine Wochenportion an Intrigen, Mitgefühl- und Gänsehautauslösern hole ich mir gerne bei der Familie Walker ab. Nach der ersten eher zähen Episode fühlte ich mich doch schnell als heimliches Mitglied des Clans und durchlebte gerne die Höhen und Tiefen des Großfamiliendaseins. Sally Field spielt ihre Rolle als vom Schicksal erkorenes Familienoberhaupt schlicht fantastisch und Calista Flockhart lässt immer wieder gerne die liebenswerte Tollpatschigkeit von Ally McBeal durchscheinen. Und wenn zum Ende dann das große „Leben und Sterben“-Thema musikalisch von Rob Thomas‘ Tränenwegdrückballade „Here Comes The Night“ untermalt wird, zücke ich gerne

5,5 von 6 Punkten

[Nachtrag: Peinlich, peinlich, die von mir beschriebene Folge war gar nicht der Abschluss der Staffel. Stattdessen gab es noch eine weitere Episode mit großem Feiertohuwabohu, einer weiteren verrückten Familie und einem leisen Abschied. Die Autoren wollten die Serie dann wohl doch mit einem heiter beschwingten Ton ausklingen lassen. An meiner Bewertung ändert das natürlich nichts.]

Gilmore Girls

Nach 7 Jahren ist es nun endgültig vorbei mit den Meisterinnen der schnatterhaft schnellen und zugleich seltsamen Kommunikation. Man hat sie ja doch lieb gewonnen, die schrägen Figuren rundum Stars Hollow. Nur schade, dass die 7. Staffel in sehr großen Teilen einfach nicht mehr an die Zeiten anknüpfen kann, als Amy Sherman-Palladino noch im Hintergrund das Zepter schwang. Ich könnte jetzt spontan drei Figuren nennen, bei deren Auftritten ich aufgrund mangelnden Interesses schnell innerlich mein Übersetzungs- und Verständniszentrum im Hirn auf Durchrauschenlassen stellte: Lukes Schwester Liz, Logan Huntzberger und Rorys Yale-Studienkollegin Lucy.

Immerhin: die Hinführung auf das Finale und die Abschlussfolge selbst haben die Produzenten dann doch wieder sehr gut hingekriegt und bei der allerletzten Einstellung hätte ich mir schon gewünscht, dass diese Qualität schon von Beginn der Staffel an vorhanden gewesen wäre.

3,5 von 6 Punkten

In Case Of Emergency

Nach zwölf Episoden setzte die Show den letzten Hilferuf ab. So gerne ich Greg Germann wiedergesehen habe, so sehr ging mir David Arquette auf den Nerv. Jonathan Silverman hat Potenzial als sympathischer Loser, Kelly Hu bot etwas für die Optik, aber insgesamt war das doch zu wenig. „Your Goose Is Cooked“ war eigentlich die einzige Folge, die mich richtig überzeugt hat, der Rest… naja, Leichentuch drüber.

2,5 von 6 Punkten

to be continued…

6 (Oktober 2006)

27 Mai

Hurra, hurra, der Seriencheck ist wieder da. Diesmal beschäftige ich mich mit den neu gestarteten US-Serien der Saison 2006/2007 sowie den persönlichen Tops, Flops, Niveauhaltern und der Warteliste. Wie immer gilt zweierlei:

1) ja, ist alles subjektiv und insofern nicht allein selig machend und

2) nein, ich kann nicht alles gucken. Ich versuch es, aber es geht nicht.

Brothers & Sisters:

Guck an, Ally ist wieder im Fernsehen! Also nicht Ally McBeal, aber immerhin die dazu passende Schauspielerin Calista Flockhart. Ich dachte eigentlich, die würde nur noch Harrison Ford fit halten, damit der endlich mal Indiana Jones Nummer IV zu Potte bringt. So kann man sich irren.

„Brothers & Sisters“ ist ein Drama um eine Firma im Familienbesitz, die finanziell ins Straucheln gerät. Wie schon bei „Six Feet Under“ tritt das Oberhaupt des Clans in der ersten Folge ab und hinterlässt eine Gemeinschaft aus verschiedensten Charakteren, die fortan miteinander auskommen müssen.

Die Pilotfolge hat mich nicht so recht packen können, die zweite Episode überzeugte schon eher und mittlerweile schaue ich es mir wirklich gerne an. Schließt formidabel meine derzeitige Lücke im Bereich Familiendrama.

Dexter:

Dexter ist ein unscheinbarer Typ, der als forensischer Ermittler für das Miami Police Department arbeitet. Mit diesem Satz ist die Normalität in dieser Show allerdings auch schon abgehandelt. Denn Dexters Spezialität bei der Verbrechensaufklärung ist das Lesen des Tathergangs anhand der am Tatort verteilten Blutspuren. Voller Begeisterung fotografiert er mit seiner Kamera die geschwungenen roten Linien auf Tapeten oder Böden und hängt die Bilder an seinem Arbeitsplatz auf.

Woher diese Leidenschaft stammt? Nun, der Held der Show ist tendenziell asexuell, besessen von Blut und hat den Zwang zum Töten fest in den Genen verankert. Was seine Ziehfamilie logischerweise zunächst nicht gerade begeisterte; doch der Pflegevater (seines Zeichens Polizist) fand frühzeitig einen tollen Kompromiss. Der Bub darf schlitzen und schnetzeln, solange er sich dabei an Vergewaltigern, Kindermördern und ähnlich unangenehmen Vertretern des Menschenschlags bedient. Was Dexter auch gerne tut und von jedem Opfer einen Tropfen Blut als Trophäe einsammelt. Nebenbei stellt er einem Killer nach, dessen Vorliebe für einzeln verpackte, schockgefrostete und blutentleerte Einzelteile von Prostituierten er seufzend bewundert.

Kurzum: eine Show für die ganze Familie. Puh. Der Plot ist harter Tobak, die Umsetzung ebenfalls. Alleine in der ersten Folge gibt es mehr abgetrennte Körperteile zu sehen als es einem gut gefüllten Verdauungstrakt lieb sein kann. Andererseits ist das Setting und der Hauptcharakter so anders und der Ansatz der Show so krank, dass man als Zuschauer wissen will, wie es weiter geht. Entweder wird das alles noch abgedrehter oder das Konzept landet in der Schockeffekt-Sackgasse.

Psych:

Man nehme eine jungen, hippen Kerl, der Frauen nachjagt, eine große Klappe hat, in dieser Kombination ständig Schwierigkeiten heraufbeschwört und durch seine Beobachtungsgabe Kriminalfälle löst. Voilà, das ist die Show „Psych“, welche in den USA passenderweise direkt im Anschluss an „Monk“ lief. Habe ich nur eine Folge von gesehen; sicherlich nett und wenn es mal in Deutschland laufen sollte, werde ich öfters reinschauen. Momentan bleibe ich aber Verfechter der reinen Monk-Lehre und insofern lieber beim Original.

Studio 60 On Sunset Strip:

Drama mit Matthew Perry, welches einen Blick hinter die Kulissen einer Show im Stil von „Saturday Night Live“ wirft. Bekam schon vor Ausstrahlung viel positiven Buzz aus der Blogosphäre und hat mich bisher voll und ganz überzeugt. Erstklassige Dialoge, ergiebige Portionen an Drama, geschickt verpackte Gesellschafts- und Fernsehkritik und fein ausgearbeitete Charaktere. Alles in allem so gut, dass ich mir sicher bin, dass es wegen fehlender Akzeptanz beim Publikum bald abgesetzt werden wird. Sollte sich meine pessimistische Einschätzung ausnahmsweise nicht realisieren, wäre ich überglücklich.

30 Rock:

Comedy aus der Feder von Tina Fey („Saturday Night Live“), die einen Blick hinter die Kulissen einer Fernsehshow wirf.. Moment. Das hatten wir doch erst, oder? Ja. Ist wohl ein wenig unglückliches Timing, gleich zwei Shows zu diesem Thema in den Ring zu werfen. „30 Rock“ legt den Schwerpunkt allerdings deutlich mehr auf das Komödiantische und ist anders als „Studio 60 On The Sunset Strip“ auch nur 25 Minuten lang. Nach bisher einer Ausgabe lässt sich noch nicht viel sagen, aber Potenzial hat das Ganze in jedem Fall. Alec Baldwin liefert eine tolle Leistung als schmieriger Studiochef ab, während Jane Krakowski in ihrer Rolle als Star der Fernsehshow in der Fernsehshow noch Luft nach oben hin hat.

Help Me, Help You:

Ted Danson und Jane Kaczmarek mit einer neuen Serie. Als Fan (der frühen Staffeln) von „Becker“ und „Malcolm In The Middle“ wurde ich sofort hellhörig. Nach Begutachtung des Piloten ließ ich die Ohren aber traurig hängen. Selten einen so öden und vor allem schmunzelfreien Start einer Serie gesehen. Hat mich dermaßen geärgert, dass ich frühestens zur zweiten Staffel wieder einschalte – die es aber mit großer Wahrscheinlichkeit und in dem Fall vollkommen zu Recht niemals geben dürfte.

Til Death:

Brad Garrison in einer „Everybody Loves Raymond“-kompatiblen Show um ein lange verheiratetes Ehepaar, welches sich mit dem just nebenan eingezogenen, weiterhin frisch verliebten Ehepaar arrangieren muss. Lockere, harmlos-nette Couple-Comedy im Stil von „King Of Queens“ oder „Still Standing“. Sehe ich gerne, weil das Ganze noch nicht ganz so ausgequetscht ist wie die eben erwähnten Comedies und ich den alten Brummbären Garrison einfach mag.

Twenty Good Years:

„Zwei alte Säcke wollen’s nochmal wissen“. Diesen Titel reiche ich jetzt schon als Vorschlag ein, wenn diese Sendung für den deutschen Markt synchronisiert werden sollte. John Lithgow („Third Rock From The Sun“) und Jeffrey Tambor („Arrested Development“) beschließen, auf ihre alten Tage die ihnen verbleibende Zeit auf Erden spektakulär und in vollen Zügen zu genießen.

Spricht mich schon deshalb an, weil ich Ähnliches vorhabe und nur noch nicht weiß, was ich mit den 25 Jahren bis dahin groß anstellen soll. In meiner persönlichen Hitliste der Senioren-Comedies schon jetzt meilenweit vor „Golden Girls“ (konnte ich überhaupt gar nicht leiden) und dieser unsäglichen SAT1-Show, deren Name sich mir glücklicherweise nie eingeprägt hat. Okay, zugegeben, dieses Ranking hat wirklich beschränkte Aussagekraft; aber ich mag die beiden alten Zausel, weshalb ich weiterhin dranbleibe.

The Class:

Klassentreffen! Mein persönlicher Albtraum ist ja, zum Besuch einer solchen Veranstaltung gezwungen zu werden. Ich sage immer: wen ich nach Ende der Schulzeit noch sehen will, mit dem halte ich irgendwie Kontakt. Der Rest darf sich bei mir melden, wenn er viel Geld zu verschenken hat. Sehr viel Geld.

„The Class“ erzählt von einem Klassentreffen und seinen Folgen für dessen Teilnehmer. Mein Problem mit der Show: zu viele Charaktere, einige davon ziemlich uninteressant, die Qualität zu sehr zwischen ganz nett und wirklich nicht sonderlich lustig schwankend. Wenn da keine Kontinuität reinkommt, melde ich mich frühzeitig ab.

Und zum Schluss:

Tops

The Office

Spätestens mit der Folge, in der Jim kläglich beim Firmennetzwerkspielen von Call Of Duty versagt, ist die Show in meinem Fernseh-Olymp angekommen.

My Name Is Earl

Weiterhin voll auf meiner Wellenlinie; irgendwann schaffe ich es auch, jeden Wortschwall von Jaime Pressly auf Anhieb zu verstehen.

Lost

Ein nicht ganz so fulminanter Start wie zu Beginn der zweiten Staffel, aber die zweite Folge fand bereits mein uneingeschränktes Wohlwollen.

Desperate Housewives

Kann man wenig falsch machen; Staffel 3 scheint mir auf der Mystery- und Intrigen-Seite aber vielversprechender als ihr Vorgänger.

Gilmore Girls

Ja, ich mag immer noch Frauen mit Humor und schräge Dialoge. Luke, Kirk und Jackson sowieso. Der Beginn von Staffel 7 gefällt mir derzeit um einiges besser als das, was ich mir dienstags auf VOX in Deutsch ansehe.

Battlestar Galactica

Düsterer, aber verdammt spannender und daher insgesamt gelungener Einstieg in die dritte Staffel. Es fehlt halt noch ein bisschen das Weltall-Feeling.

How I Met Your Mother

Weiterhin die beste Austauschdroge für „Friends“-Abhängige. Mit Cobie Smulders fürs Auge und Neil Patrick Harris für die Gags.

Two And A Half Men

Hosianna! Endlich haben sie das brünette Dummchen aus der Show geschrieben. Vereinzelte Gastauftritte kann ich schlimmstenfalls verschmerzen. Ansonsten nähert es sich wieder gutem Niveau.

Flops

Family Guy

Was geht denn hier ab? Die Griffin-Family wird immer platter, unlustiger, peinlicher, nervender. Wo sind die frischen, zündenden Gags der früheren Staffeln hin? Hat Seth MacFarlane keine Lust mehr?

American Dad

Siehe Family Guy. Selbe Symptome, selbe Frage.

Dog Bites Man

Zu durchsichtiger Versuch, „The Office“ in die Journalistenwelt zu übertragen und den Fremdschämfaktor auf die zehnte Potenz zu hieven.

Neutrals

The New Adventures Of Old Christine

The War At Home

The Simpsons

Everybody Hates Chris

Warteliste

Entourage (immer noch zu wenig gesehen)

Weeds (dito)

House, M.D (muss zuerst mal Staffel 2 abarbeiten, die mit einer spektakulären Entwicklung endet)