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10 (Mai 2007)

27 Mai

The King Of Queens

„My eyes are getting watery, my back is getting tight“ – die letzte Paketfahrt des lustigen Dicken steht auf dem Programm. 9 Jahre haben mich Doug und Carrie nun begleitet und gäbe es die beiden nicht, ich hätte Kabel 1 wohl erst durch das „Quiz-Taxi“ auf meiner Fernsehkanal-Liste entdeckt.

Wie bei allen lang etablierten Serien wird dem Zuschauer auch hier die im Laufe der Jahre gut abgeschmeckte und nicht mehr groß neu gewürzte Fernsehkost geboten. Die Heffernans wissen, was von ihnen erwartet wird und liefern es den Fans, wobei Abnutzungserscheinungen bei einer solchen Laufzeit natürlich nicht ausbleiben können. Die auf 13 Folgen abgespeckte letzte Staffel bietet entsprechend routiniert eingespielte Unterhaltung. Im 40minütigen Finale treten alle Charaktere auf, die die Serie geprägt haben, es gibt Zank, Drama, Rückblicke (im sehr lang ausgefallenen Abspann) und natürlich ein Happy End. Eine Entwicklung allerdings, die mir etwas zu krampfhaft und plötzlich ins Finale geschrieben worden zu sein schien, hätte man sich gerne sparen können. Dafür zeigt die letzte Einstellung vor dem Abspann, dass am Ende nicht nur alles gut wird, sondern doch auch irgendwie beim Alten bleibt. Thanks for the ride…für die letzte Staffel gibt es

4,5 von 6 Punkten

Everybody Hates Chris
Davon habe ich zwar alle Folgen gesehen, überzeugt haben mich die Abenteuer des jungen Chris Rock aber ehrlich gesagt nicht mehr. Terry Crews, mein Lieblingscharakter als ewig überarbeiteter und geldknapper Daddy, kommt auch nicht mehr so recht zum Tragen. Sorry, da scheint mir die Luft schon draußen zu sein.

2,5 von 6 Punkten

The Knights Of Prosperity

Ich ärgere mich schon beim Schreiben des Titels, dass diese Show so schnell abgesetzt wurde. Ja, sie war nicht perfekt, aber die Serie hatte einen erfrischenden Ansatz (Vollzeitahnungslose planen, Mick Jagger auszurauben) und liebenswert trottelige Charaktere. Gerüchteweise sollen die Knights ja nochmal eine Chance bekommen und Ray Romano das neue Opfer und zugleich Zugpferd für die Show spielen. Ich drücke feste die Daumen, Donal Logue und Co. hätten diese Chance verdient.

 5 von 6 Punkten

Two And A Half Men

Läuft immer noch wie geschmiert, der 2 1/2-Zylinder starke Motor des CBS-Comedy-Flaggschiffs. Wer so wie ich die Figuren einmal lieb gewonnen hat, wird weiterhin ohne jeglichen Qualitätsausfall vollbedient. Charakterentwicklung gibt es natürlich nicht, es wird wohl für immer bei der Rollenverteilung geiler Casanova/ständiger Verlierer/kleiner dicker Dösbaddel bleiben, aber ich für meinen Teil kann damit leben. Die Zuschauer wohl auch, wie die Quoten zeigen.

 6 von 6 Punkten

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2 (Oktober 2005)

27 Mai

Arrested Development: das Pendant zu „Stromberg“ in der amerikanischen Fernsehlandschaft, belegt mit dem Fluch der doppelten Sau. Will sagen: saukomisch, scheint aber keine Sau sehen zu wollen. Mir persönlich ein Rätsel. Die Mitglieder der Familie Bluth sind dermaßen sympathisch bescheuert, da kommen einem die eigenen Verwandten fast wie normale Menschen vor. Und ich will nicht wissen, was sich die Drehbuchschreiber beim Ausdenken der Geschichten so alles reinpfeifen. Wenn ich Programmdirektor wäre, würde diese Show abends zur besten Sendezeit laufen.

Battlestar Galactica: Hochs und Tiefs bisher in der zweiten Staffel. Mr. „Pockennarbengesicht“ E.J. Olmos als Commander Adama ist so cool, dass ich mich schon erwischt habe, mir ein Bündel gespitzte Bleistifte in die Wangen zu drücken. Dummerweise ist der Kerl die ersten 4 Folgen nicht auf dem Kutter, weshalb auch wenig zusammenläuft. Gegen Ende der ersten Hälfte der zweiten Staffel wird es aber wieder richtig gut, Folge Nummer 10 endet denn auch mit einem fulminaten Cliffhanger. Und erst Mitte Januar geht es weiter, grmbl.

Weeds: habe bisher erst zwei Folgen sehen können, scheint aber guter Stoff zu sein. Und das im doppelten Sinne des Wortes; geht es doch um eine alleinerziehende Mutter, die in einem feinen Vorort von L.A . Haschisch vertickert, um ihre Familie über die Runden zu bringen und dabei so manch wohlgehütetes, weil dreckiges Geheimnis lüftet. Läuft auf Showtime, was bedeutet: es darf frei und reichlich geflucht werden. Der Titelsong „Little Boxes“ von Malvina Reynolds geht mir jedenfalls jetzt schon nicht mehr aus dem Kopf.

Threshold: handelt von einem Wissenschaftsteam, das sich mit dem Auftauchen einer außerirdischen Intelligenz herumschlagen darf. Bekannteste Gesichter sind natürlich Brent „Data“ Spiner und William „gestatten, ich bin der amtliche Bösewicht der ersten Staffel von LOST“ Mapother – letzterer soll aber nur für zwei Folgen dabei sein.

In der ersten (Doppel-) Folge taucht in der Nähe eines Schiffs ein außerirdisches Gebilde auf, das mittels Audiosignalen menschliche Gene mutieren lässt, worauf sich die Crew fröhlich gegenseitig umbringt. Bis auf Mapother, der überlebt die Chose und macht einen auf Mensch-Außerirdischen-Hybrid (wird zehnmal angeschossen, taucht immer wieder auf, ist unerklärlicherweise überall da, wo gerade die Wissenschaftler nach Spuren suchen, etc.) – fehlte nur noch, dass Miss Scully irgendwo in der Ecke das Skalpell wienert..

Positiv zu erwähnen sind eigentlich nur ein paar nette Effekte plus für meinen Geschmack gute, aber für ein Drama mit drohendem Weltuntergangsszenario unpassende Musikschnippsel (Franz Ferdinand, Goo Goo Dolls). Deutlich negativ hingegen: die Story ist ein dreist zusammengeklöppelter Mischmasch aus Akte X, Armageddon und einem Alieninvasionsszenario der DIN-Norm #726263. Dialoge und Charaktere sind auf Teufel komm raus auf cool getrimmt (Armageddon lässt grüßen), alles wirkt zu überladen und Figuren mit Identifikationspotenzial waren wohl gerade aus. Mein Urteil nach 90 Minuten: muss nicht sein.

The King Of Queens: das Team ist eingespielt, der Zuschauer bekommt, was er erwartet. Wer vorher schon nichts mit Dough, Carrie und Arthur anfangen konnte, dürfte definitiv nicht bekehrt werden. Und die wichtigste Frage wird direkt zu Beginn der nunmehr achten Staffel beantwortet: ja, Leah Rimini ist immer noch gut moppelig. Aber egal: Spaß bringt die Serie immer noch.