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13 (Mai 2007)

27 Mai

24

Jack Bauer in der Krise. Dieses Jahr setzten unserem Helden weniger Terroristen, sondern vielmehr die Kritiker ordentlich zu. Leider, leider muss auch ich mich in die Schar jener einreihen, die den sechsten Tag als das mit Abstand schwächste Kapitel der Serie betrachten.

Ich weiß nicht mehr, wo genau ich diesen Satz gelesen habe: „Wenn eine Serie kreativ am Ende ist, werden von irgendwoher irgendwelche Verwandten ausgegraben“. Dieser Prophezeiung folgend, bekam die Show nach einem gar nicht mal uninteressantem, weil düsterem Setting nach wenigen Folgen die erste Schlagseite. Zudem schien eine Jack-Folter pro Stunde plötzlich Standard zu werden. Dann nach etwa einem Drittel ein sehr dramatisches Ereignis, die Show hatte die Chance, wieder in die Spur zu kommen. Die sie jedoch nicht zu nutzen wusste.

Besonders fatal: nach zwei Dritteln war die groß inszenierte Bedrohung eliminiert, die letzten acht Folgen wurde ein komplett neuer Handlungsstrang eingeführt, der mich gar nicht fesseln konnte. Plotholes, in denen die Bewohner Kaliforniens hätten versinken können, unrealistisches, nicht nachvollziehbares Verhalten der Figuren und das Wiederauftragen längst bekannter und ausgiebig durchgekauter Storylines ließen mich verärgert und gelangweilt auf der Fernsehcouch zurück. Kein Zweifel: 24 droht an dem selbst auferlegten, engen Korsett zu ersticken.

Selbst die letzte Folge enttäuschte, als es darum ging, die letzten zwanzig Minuten der 24 Stunden mit etwas zu füllen, das Hoffnung für die siebte Staffel geben könnte. Loben möchte ich noch Peter MacNicol und Powers Boothe für ihre gelungene Portraitierung ihrer Charaktere, die der Show somit zumindest ein wenig Leben einhauchten. Fazit: die ganz große Enttäuschung des Jahres.

2,5 von 6 Punkten

According To Jim

Noch so ein Zwischendurchfutter, wieder ein Alleinunterhalter (Jim Belushi), wieder eher harmlos geraten. Allerdings brachte die wohl letzte Staffel der Familiencomedy ein paar ganz nette Momente unter, nachdem sie mich das Jahr zuvor ziemlich angeödet hatte. Eigentlich 3,5 Punkte, aber ich setz zum Abschied noch ein halbes Pünktchen drauf. Mach es gut, Jim-Boy.

4 von 6 Punkten

The New Adventures Of Old Christine

Nicht ganz fair: Julia Louis-Dreyfus ackert sich einen ab, der Rest des Casts humpelt mit ziemlichem Abstand hinterher. Die erste Staffel schien mir um einiges frischer zu sein. Kein Ausreißer noch unten, keiner nach oben, plus Julia-Bonus macht

4 von 6 Punkten

Weeds

Bevor ich unsere Hascherlbuben und -maderl hier noch vergesse: weil ich das shownamensgebende Zeug ja selbst nicht nehme, kann ich mich an ein paar sehr gute Szenen mit Doug und Andy sowie einen richtig gemein-fiesen Cliffhanger erinnern. Ab dem 30. Juli geht es weiter.
5,5 von 6 Punkten

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