9 (Mai 2007)

27 Mai

Battlestar Galactica

Der Start der dritten Staffel war grandios. Bedrückend, spannend, eine düstere Parabel auf aktuelle reale Auseinandersetzungen im Nahen Osten. Es spricht für eine Show, wenn sie die Charaktere aus ihrem gewohnten Umfeld heraus in ein neues Szenario werfen und nahtlos hervorragende Unterhaltung bieten kann. Besonders gepackt hat mich die Episode „Collaborators“, in dem das Thema Kriegsverbrechen, Bestrafung und Amnestie behandelt wird.

Danach kehrte bei mir doch die Unzufriedenheit ein. Zu viele Füllerfolgen, zu viele Beziehungskistenabhandlungen, zu wenig erinnerungswürdige Momente. Letztere hoben sich die Verantwortlichen für den Schluss auf. Ich bin mir immer noch nicht im Klaren darüber, was ich von dem Ende halten soll. Die Auflösung des immer wieder gern an Bord der Galactica aufgeführten „Na, wer ist denn nun noch ein Zylone?“-Spiels kam mir persönlich zu abrupt und ohne die geringste vorherige Andeutung. Bei sablog.de las ich eine sehr coole Theorie darüber, was hinter dem Gesamtkonzept stecken könnte. Wenn es darauf hinausliefe, ginge die Show mit einem Finale der Kategorie „mind-blowing“ zu Ende.

Für den starken Auftakt und das in jedem Fall denkwürdige Ende gibt es von mir insgesamt

5 von 6 Punkten

How I Met Your Mother

Staffel 3 ist gesichert, der Spaß kann weitergehen. Wer „Friends“ nachtrauert, sollte dieser Show wirklich eine Chance geben. Vor allem Barney „suit-up“ Stinson muss man in seiner Serienguckerkarriere einfach erlebt haben. Das Staffelfinale macht deutlich, dass die Drehbuchschreiber sich noch nicht sicher hinsichtlich einer Verlängerung waren, weshalb die Folge auch als endgültiger Abschluss hätte funktionieren können. Gott und dem CBS-Sendeplan sei Dank gibt es nun aber doch die Möglichkeit zu erfahren, wer wirklich die im Titel erwähnte „Mother“ ist. Wäre nämlich der Showname ein Aufsatz, ich müsste in einem Anfall von Oberlehrerhaftigkeit ein tadelndes „sehr unterhaltsam, aber leider Thema verfehlt“ drunter schreiben. „How I Met The Girl Before I Met Your Mother“ wäre bis dato passender.

Ich kann mir vorstellen, wie bei CBS die Köpfe rauchen, um dieses Dilemma zu lösen: theoretisch müsste jetzt mal langsam die zukünftige Mama eingeführt werden, aber wie bringt man das Publikum dazu, diese als Teil des eingeschworenen Quintetts zu akzeptieren? Bei Friends hat man sich am Ende schließlich auch untereinander fortgepflanzt oder ging eben leer aus. Gut, dass ich Serien nur zu gucken und nicht zu schreiben brauche.

Bevor ich noch mehr abschweife, die Wertung: kein einziger Ausfall, daher

6 von 6 Punkten

My Name Is Earl

Earl und Randy konnten mich diese Staffel nicht restlos überzeugen, muss ich leider gestehen. Vielleicht bin ich auch ein wenig allergisch gegen die Riesenportion Gutmenschentum, die in ein paar Episoden der 2. Staffel kübelweise über dem Zuschauer ausgeschüttet wird. Natürlich gehört ein bisschen wohliges Bauchgefühl dazu, wenn Earl seine Liste abarbeitet und am Ende seine Missetaten durchstreichen kann, aber zu dick aufgetragen kriege ich davon ein wenig Bauchschmerzen. Ein paar mehr Folgen wie „Our COPS is on“, in der einfach nur die chaotische Vergangenheit der Brüder gezeigt wird und ich hätte die Höchstwertung gezogen. So ziehe ich ein Pünktchen ab, bleiben

5 von 6 Punkten

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