5 (August 2006)

27 Mai

Kurz vor der Emmy-Verleihung am Wochenende ein kurzer Rundgang durch die von mir begutachteten Serien des US-Fernsehsommers:

Lucky Louie:

HBO mit einer klassischen Sitcom. Klassisch? Der Untertitel „The End Of The Sitcom. As We Know It“ lässt es schon erahnen: diese Show ist anders. Da hilft es auch nicht, dass mit Michael G. Hagerty (der Hausmeister aus „Friends“) ein bekanntes Sitcom-Gesicht von der Partie ist.

Erzählt wird aus dem Alltag des Karriereallergikers Louie (Comedian Louis C.K.), der mit Frau und Kind in einem heruntergekommenen Appartement lebt. Seine engsten Kumpel? Durch die Bank Vertreter der Spezies „Erfolglosmensch“. Besonders hervorzuheben sei hier der vollkommen spinnerte Rich (quasi die amerikanische Version von Dittsche im Endstadium).

Was die Serie ausmacht, sind die verbalen Deftigkeiten. Da wird um kein Thema blumig herumgeredet, sondern beherzt ins Schatzkästlein mit den im US-TV verpönten Kraftausdrücken gegriffen. F-Word, C-Word, S-Word – alle da und zwar in reichlicher Zahl. An PC, also political correctness, haben die Macher hingegen sehr gespart.

Lucky Louie ist die fette Schweinshaxe unter den Comedy-Serien. Vom Gourmet verschmäht, für manchen zu prollig, aber den Freunden abweichend gestrickter Formate durchaus mundend. Ich bleibe weiter dran.

Monk:

Mittlerweile in der fünften Staffel ermittelt der Detektiv mit den liebenswerten Ticks und Phobien. Und zeigt meiner Meinung nach keinerlei Anzeichen von Schwäche. Manche sind ja der Auffassung, dass mit dem Abgang von Assistentin Sharona die Qualität gelitten hat. Sehe ich nicht so.

Ein klein wenig erschrocken habe ich mich aber doch, als ich in der Folge „Mr. Monk And The Class Reunion“ das Tatkomplott eher herausgefunden hatte als Mr. „obsessive-compulsive disorder“ himself. Ich denke besser nicht weiter darüber nach. Die nächste Episode „Mr. Monk Goes To A Rock Concert“ verspricht schon wieder einiges.

The 4400:

Staffel 3 steht kurz vor dem Abschluss und hat mich in ihrer Gesamtheit gar nicht überzeugen können. Ich will nicht spoilern, deshalb muss ich mich kryptisch ausdrücken: ein Charakter ging mir ungeheuer auf die Nerven, ein anderer wurde von mir ähnlich schmerzlich vermisst wie seinerzeit Commander Adama zu Beginn der zweiten Staffel von Battlestar Galactica.

Als ich die Show fast schon aufgegeben hatte, drehten die Macher doch noch ein wenig auf und lieferten die letzten Folgen ordentliche Unterhaltung. Für die nächste Staffel bitte von Anfang bis Ende Gas geben, meine Damen und Herren!

Entourage:

Momentan in aller Munde, hechele ich bei dieser Show noch ziemlich hinterher. Staffel 1 schien mir nett, aber nicht überragend zu sein. Staffel 2 wurde von allen Seiten mit Lob überschüttet und die aktuellen Episoden fahren nun den wohlverdienten Ruhm ein.

Ich muss mich noch ein wenig reinarbeiten in die Abenteuer des Hollywood-Beau Vincent Chase und seiner Clique. Nicht von der Hand zu weisen ist jedoch jetzt schon: Jeremy Piven als Vincents Manager Ari Gold ist mit die genialste Serienfigur, die man je auf den Bildschirm gebannt hat.

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