14 (Mai 2007)

27 Mai

Lost

Leiden, Lieben und wieder Leiden mit Lost. Die dritte Staffel stand ganz im Zeichen der Others und einer ausgiebigen Auszeit in Form einer dreizehnwöchigen Pause nach sechs Folgen. Die Show selbst startete weniger furios als im Jahr zuvor und entpuppte sich bis zum Break als wenig erbaulich. Keine echten Enthüllungen, kaum Action, große Ankündigungen, viel heiße Luft dahinter – die Serie blieb bei allen, die sich nicht nur mit Verhaltens- und Flashbackinterpretationen auseinandersetzen wollten, in der Bringschuld.

Danach ging es bergauf, es folgte nur noch eine mäßige Episode („Stranger in a Strange Land“), ehe in Form von „Tricia Tanaka is Dead“ die endgültige Wende eingeläutet wurde. Diese Folge brachte im Vergleich zu den vorherigen die Story wohl am allerwenigsten voran, war aber sehr spaßig anzuschauen und ließ endlich wieder altes Lost-Feeling aufkommen. Von dem Moment an prangerte auch ich nicht mehr mürrisch jede fehlende größere Entwicklung auf der Insel an, sondern genoss die wieder dargebotene Mischung aus Spannung und Humor. Jede darauf folgende Episode gefiel mir, mit jeder Minute spielte sich das Ensemble in mein Herz zurück.

Das Finale schließlich bot neben einer dem Anlass entsprechenden dicken Portion aus Drama und Action vor allen Dingen einen sehr cleveren „brain twister“, der alle Kritiker Lügen strafte, die Lost am liebsten ganz ohne Flashbacks sehen würden. Allerdings haben sich die Produzentenschlingel durch diesen obigen Kniff auch ein wenig um einen echten Ausblick auf das weitere Geschehen auf der Insel gedrückt. Aber Lost-Fans spekulieren eben nun mal gerne. Jetzt heißt es wieder leiden und zwar bis Februar 2008. Hat mal jemand eine Zeitmaschine zur Hand?

Fazit: mir gefiel das Finale sogar noch besser als jenes von Heroes, für die Anlaufschwierigkeiten zu Beginn ziehe ich allerdings ein halbes Pünktchen ab.

5,5 von 6 Punkten

The Simpsons

Die gelbe Familie um Homer Simpson ist eine Institution. Ein Denkmal, an dem man nicht zu rütteln hat. Die mittlerweile 18. Staffel kann natürlich wie schon die Staffeln zuvor nicht mehr an geniale frühere Zeiten anknüpfen. Qualitätsmäßig wandert der Zuschauer so ziemlich auf ebener Strecke; irgendwie hofft man schon ein wenig, dass die Verantwortlichen sich die Hammergags für den Kinofilm aufgespart haben. Neben der obligatorisch herausragenden „Treehouse of Horror“-Episode wussten mir vor allem die Folgen „Marge Gamer“ und „24 Minutes“ mit Jack Bauer (sein bester Aufritt in diesem Jahr) zu gefallen. „Warum bringt ihr nicht mehr davon über die Saison verteilt?“, möchte man nach Springfield hinein rufen.

4 von 6 Punkten

The Class

Aus der Feder einer der „Friends“-Autoren geflossen und zwanghaft mit selbigem Appeal versehen, konnte mich diese Serie letzten Endes nie so recht überzeugen. Ein paar gute Ansätze waren vorhanden, aber darüber hinaus schaffte es die Show dann doch nicht. Der ausstrahlende Sender CBS muss das ähnlich gesehen haben und zog den Schlussstrich zugunsten von „How I Met Your Mother“. You have chosen wisely, CBS.

3,5 von 6 Punkten

Das war es von meiner Seite. Wer jetzt nach House M.D., Entourage oder Studio 60 On Sunset Strip fragt, dem sei gesagt: die gönne ich mir in der Sommerpause. Man muss ja in Form bleiben.

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